Lockerer Heimsieg für die PSV

Nein, Glückwünsche zum vorzeitigen Klassenerhalt wollte Sandra Mroz trotz des frischen 41:30 (21:15)-Heimsiegs von Frauenhandball-Drittligist PSV Recklinghausen und nunmehr 20 Punkten auf dem Konto nicht entgegen nehmen.

„Handball ist so ein verrückter Sport“, meinte die Übungsleiterin, die mit Frauke Korfsmeier bei der PSV verantwortlich zeichnet. „Da kann immer noch alles passieren.“  Kaum anzunehmen allerdings, dass sich die PSV jetzt noch ihre gute Ausgangsposition verhageln lässt. Gegen Schlusslicht SG Knetterheide-Schötmar wurde das Recklinghäuser Ensemble kaum einmal richtig gefordert. Am Sieg gab es spätestens nach rund 15 Minuten Spielzeit keine ernsten Zweifel mehr.

In etwa so lange hatte die PSV gebraucht, um sich aufs Spiel der Gäste einzustellen. Die rund 150 Zuschauer sahen in der Anfangsphase damit zwei Mannschaften, bei denen jeder Wurf zunächst auch ein Treffer war, was sich im Ergebnis (9:9; 12.) auch vortrefflich niederschlug. Dann aber legte die PSV eine Schüppe drauf – und Knetterheide-Schötmar kam gehörig ins Schwimmen.

Wie oft in dieser Saison, wenn es läuft, war es die Offensivstärke der PSV, die den Ausschlag geben sollte. Gegen die spielerisch besseren, ideenreicheren Gastgeberinnen fiel Knetterheide-Schötmar meist wenig ein.

Vor allem Christina Weber im Aufbau und Shari Thoms am Kreis durften sich dabei hervortun. Ganz besonders bitter wurde es gar für die Gäste, wenn Weber und Thoms zusammenspielten. „Wie im Hinspiel“, befand Frauke Korfsmeier, wo die PSV-Mittelachse ebenfalls entscheidenden Anteil am Sieg hatte.

Auch die Deckung der Recklinghäuserinnen stand nun besser, Torfrau Iris Schultz bekam mit jeder Minute mehr Einsatzzeit auch die Gelegenheit zu beweisen, dass sie nicht nur viele schwere Bälle halten, sondern auch den einen oder anderen Tempogegenstoß einleiten kann.

Während die PSV im Laufe des Spiels zu einem gefühlten Dutzend schneller Angriffe kam, kam Knetterheide-Schötmar nicht aus dem stehenden Spiel heraus. Die unausweichliche Folge: Von Minute zu Minute konnte sich Recklinghausen absetzen.

Sechs Tore betrug der Vorsprung bereits zur Pause (21:15), und er sollte fortan nicht mehr schmelzen. Dass die Gäste sich später ebenfalls noch am munteren Torewerfen beteiligen durften, führte Sandra Mroz darauf zurück, „dass wir am Ende ein bisschen Halligalli gespielt haben“, also ziemlich wild.

Aber selbst damit konnte Trainerkollegin Frauke Korfsmeier leben: „Ob erste Welle oder zweite Welle, vieles hat nach der Pause gut geklappt.“

So gut, dass die Trainerinnen den Pflichtsieg umgehend abhakten und schon auf nächste Woche schauten, wenn’s zur HSG Blomberg-Lippe II geht. „Jacky Brühan ist wieder aufs Knie gefallen, Wiebke Marsula hat sich heute das Knie verdreht“, sinnierte Sandra Mroz. Als wenn die Trainerinnen eine Saison geschweige denn ein Spiel ohne erneute Ausfälle noch kennen würden…

Apropos: Die Knieverletzung von Anne Saxe hat sich als Kreuzbandriss bestätigt. Die Rückraumwerferin wird sich nun einem Eingriff unterziehen müssen.

STATISTIK

PSV Recklinghausen: Schultz, Steinhaus – Huck (3), Zimmer, Wöstmann (10), Weber (5), Wolf (2), Niang, Thoms (8), Imping (11/6), Marsula, Gerick (1), Brühan (1)

SG Knetterheide-Schötmar: Sauer, Schwarz – Lippert (7/1), Reuschel (7/4), Hill, Matthäus-Kleinert (3), Beke (4), Homovics, Neumann (3), Schönhagen, Ilyes (1), Pallas (1), Rosenthal (4)

Schiedsrichter: Klerings/Roux (Bissendorf/Holte)

Zeitstrafen: PSV 2, SG 2

Zuschauer: 150

Spielfilm: 4:4 (7.), 9:9 (12.), 15:13 (21.), 21:15 (30.), 23:18 (35.), 30:23 (48.), 33:26 (51.) 36:29 (55.), 41:30

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