PSV fegt Halle aus der Halle

„So schön kann ein Sonntagnachmittag in der Halle Nord sein“, jauchzte PSV-Hallensprecher Lutz Cebulla kurz vor Ende der ersten Halbzeit in sein Mikro. Mitten hinein ins offensive Feuerwerk des Drittligisten, der nach einer Viertelstunde richtig heiß lief und jede Schwäche der HSG Union 92 Halle beherzt ausnutzte.

Und davon gab es gestern Nachmittag einige. Symptomatisch der Treffer zum 11:9: Die Gäste versuchten, mit einer siebten Feldspielerin das 10:10 zu erzwingen. Dumm nur, wenn diese dann der Torhüterin den Ball in die Arme wirft. PSV-Schlussfrau Leonie Bansberg jedenfalls warf das Spielgerät zur Freude der Recklinghäuser Fans in hohem Bogen ins leere Union-Tor.

Der Treffer leitete die Vorentscheidung ein : Bis zur Pause liefen die Handballerinnen der PSV viele Tempogegenstöße, kombinierten sich flott am Kreis der HSG Union durch und trafen: Bis zur Pause spielten sie eine komfortable 19:12-Führung heraus.

Nach dem Seitenwechsel brauchten die Gastgeberinnen zwar mehr als vier Minuten bis zum ersten Treffer durch Lea Imping. Aber dann spielten und trafen sie fröhlich weiter gegen Halles ziemlich löchrige Deckung.

Unions Trainer Zygfryd Jedrzej hielt sich mit den Unzulänglichkeiten seiner Mannschaft nicht lange auf. Stattdessen wetterte der Übungsleiter gegen das junge Schiedsrichterinnen-Duo Lisa Langkamp/Katarina Szesny – und seine Spielerinnen gleich mit. Die beiden Unparteiischen ahndeten das konsequent. Mit Zeitstrafen und einer Gelben Karte gegen den Coach. Halles Spiel erleichterte das nicht.

Dabei war die PSV schlicht das bessere Team. Ein Schlüssel zum Erfolg für die PSV: Die Trainerinnen Sandra Mroz und Frauke Korfsmeier ließen Sina-Christina Speckmann, im Hinspiel 15 (!) -fache Torschützin, ständig hautnah bewachen.

„Noch mal wollten wir ihr nicht so viel Spielraum geben“, sagte Sandra Mroz. Zunächst Lea Imping, dann Shari Thoms gestatteten Speckmann nur vier Treffer.

Dafür ließen es die beiden Recklinghäuserinnen krachen: Thoms netzte zehn Mal ein, Imping langte elf Mal hin. Eine tolle Quote. Am Ende hieß es 34:26 für die PSV. Verdientermaßen.

INFO PSV RE:
Bansberg, Schultz, Steinhaus - Huck 4, Wöstmann 1, Weber, Wolf 2, Thoms 10, Imping 11/2, Marsula 1, Brühan 4, Faeseke, Gerick, Niang

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