Los geht's - die PSV erwartet Hahlen (Sonntag, 16.00 Uhr)

Fototermin vor dem Recklinghäuser Rathaus. Das Wetter ist mies, die Stimmung dafür blendend. Passanten bleiben stehen, schauen, was sich da auf der Treppe tut. „Welche Mannschaft seid ihr denn?“, fragt ein junger Mann. „Handball“, schallt es ihm entgegen. „Bei der PSV.“ Der junge Mann dreht lächelnd ab. Auch er hat sich umgehend anstecken lassen von der roten Spaß-Guerilla, die offenbar nichts schocken kann, auch nicht das Wetter.

 

Ab Sonntag will sie die Liga rocken. Genauer gesagt die 3. Liga Nord. Ort und Zeit: 16 Uhr , Halle Nord. Vieles ist neu bei der PSV, nicht nur die roten Trikots. Sechs Neuzugänge gibt es, einen neuen Trainer dazu. Burkhard Bell heißt der, und so gerne sich der hauptberufliche Lehrer vom Spaß um ihn herum auch anstecken lässt: Der Gute-Laune-Bär in ihm kämpft stets mit dem Pädagogen in seinem Kopf.

Das Ziel in dieser Saison? „Wenn wir das Ergebnis aus der letzten bestätigen sollten, wäre ich zufrieden“, sagt Bell. Stapelt da einer etwa tief? Nicht nur Teammanagerin Mareike Schüllenbach ist sich sicher: Qualitativ wie quantitativ hat der Frauenhandball-Drittligist aus der Nordstadt enorm zugelegt. 17 Spielerinnen umfasst der Kader, Amina Niang eingeschlossen, die Gewehr bei Fuß steht. Jede Position ist mindestens doppelt besetzt. Jana und Carina Püntmann sind mit 20 Lenzen die Jüngsten, Iris Schultz mit bald 43 die „Queen Mum“ zwischen den Pfosten.

In den Testspielen auch gegen starke Konkurrenz aus der 3. Liga blieb die PSV unbesiegt. Dennoch, Bell tritt ein nicht leichtes Erbe an. Den Spaß neben dem Spielfeld müssen seine Spielerinnen nun auch in Leistung auf dem Parkett umsetzen. Und schon die Auftaktpartie am Sonntag gegen TSV Hahlen sorgt für einige Skepsis beim Übungsleiter. „Ein Aufsteiger ist immer eine undankbare Aufgabe“, sagt der Schermbecker. „Die kommen mit einer Menge positiver Emotionen.“ Und einer Trainerin, die genau weiß, wie der Hase läuft in der Halle Nord: Kirsten Lübbert. „Sie kennt uns wie keine zweite“, sagt Burkhard Bell. „Hahlen wird bestens eingestellt ein.“ Aber natürlich ist es sein Team auch.

Auch Burkhard Bell hat seine Spione losgeschickt. Blindlings ins offene Messer laufen wollen er und seine Mädels nicht gerade. Platz fünf gilt es für die PSV zu verteidigen. Die Konkurrenz ist nicht zu verachten: Meister TV Oyten etwa dürfte dazu zählen, der auch aufgrund des finanziellen Risikos einen Aufstieg in die 2. Liga abgelehnt hat, Werder Bremen, VfL Oldenburg II. „Ein Selbstläufer wird diese Saison garantiert nicht“, schwant daher dem Trainer.

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...