Derby-Sieg gegen Greven - PSV Damen gewinnen 35:32

Besser hätte das Handball-Jahr für die Damen der PSV Recklinghausen in der Halle Nord kaum enden können: 327 Zuschauer sorgten für eine prächtige Kulisse auf der Tribüne – auf dem Parkett gab’s ein heiß umkämpftes Duell zwischen PSV und SC Greven 09.
Und das hatte aus Recklinghäuser Sicht auch noch das richtige Ergebnis. Mit 35:32 feierte die Mannschaft von Trainer Burkhard Bell in der 3. Liga Nord bereits den siebten Saisonerfolg. Der war – anders als die Tabelle es signalisierte – schwer erarbeitet: Der Tabellenletzte aus dem Münsterland erwies sich als absolut konkurrenzfähiger Spielpartner.

Burkhard Bell hatte es kommen sehen. Nach dem ersten Saisonerfolg gegen TuS Hahlen vor einer Woche startete Greven mit Schwung in die Partie. Und mit drei ungarischen Neuerwerbungen, die noch ganz andere Mannschaften der Liga verstärken würden.
Anita Balla und Lilla Halacz spielten stark, Zsuzsa Baross war Extraklasse: Die 29-Jährige war von der rechten Außenseite brandgefährlich, versteht es aber auch, aus dem Rückraum Druck zu machen. 15 Mal langte sie am Sonntagnachmittag hin. „Super Spielerinnen“, erkannte auch Trainer Burkhard Bell gern an. Es machte schließlich den Erfolg noch etwas wertvoller.

Die Gastgeberinnen benötigten gegen den SC Greven eine Halbzeit, um in Schwung zu kommen. Vor allem in der Frühphase der Partie agierte die PSV ziemlich hektisch, leistete sich Fehlpässe und überhastete Schüsse am laufenden Band. So lag in Halbzeit eins der SC Greven ständig vorn. Immerhin: Zur Pause hatte Recklinghausen auf 15:16 verkürzt.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen zu, und jetzt ging’s zwischen beiden Mannschaften endgültig zur Sache. Ohne Pardon – so wie einst in der 2. Bundesliga. Definitiv überzogen war Anita Ballas Attacke gegen die Recklinghäuserin Agnetha Peters – dafür sah die Grevenerin die Rote Karte (47.).
Zu diesem Zeitpunkt war die PSV längst richtig im Spiel. Lea Imping schoss ihr Team in der 34. Minute erstmals in Führung. Die Gastgeberinnen wirkten nun in der Defensive frischer und arbeiteten zupackender. Und offensiv spielten sie variabler als der SC Greven. Kein Zufall, dass den Gästen in der 42. Minute letztmals der Ausgleich gelang (22:22).

Kurz darauf fiel eine Art Vorentscheidung: Die überragende Zsuzsa Baross schickte PSV-Außen Jacqueline Brühan rustikal zu Boden und bekam dafür eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. Die Gastgeberinnen nutzten dies und warfen einen Drei-Tore-Vorsprung heraus.
Und den ließen sie sich nicht mehr abjagen. Der SC Greven steckte zwar nie auf, Kristina Seelbach, Lea Imping, Jacqueline Brühan oder die verlässlich treffende Jana Püntmann hielten die Gäste mit ihren Toren aber bis zum Ende auf Abstand.

Recklinghausen:
Schultz, Bandur – Steinhaus, Seelbach (6), Gerick, Huck, Peters (1), Wöstmann (5), J. Püntmann (9/6), Weber (1), Thoms, C. Püntmann (2), Imping (8/5), Brühan (3)
SC Greven 09:
Klanz, Legros – Spahlinger, Arntzen, Senn, Beckmann, Halasz (6), Biester (3), Balla (4), S. Bultmann (3), Baross (15/5), Ludusan, Breudel, Langkamp (1)

Siebenmeter: PSV 11/11, Greven 5/5
Zwei Minuten: PSV 3, Greven 09 4, Rote Karte gegen Balla

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...