PSV-Frauen machen's im Endspurt

Die PSV Recklinghausen hat ihren Heimnimbus in der 3. Liga Nord gewahrt. Und das gerade noch! So deutlich sich das Ergebnis von 29:24 (15:12) gegen den HSV Minden-Nord auch liest – der siebte Heimsieg im achten Heimspiel (bei einem Unentschieden) war schwer erkämpft.

Den Grund, warum auch der (keineswegs schlechte) HSV Minden-Nord die Festung Halle Nord nicht nehmen können, hatte PSV-Trainer Burkhard Bell schnell bei der Hand: „Wir haben am Ende stärker an den Sieg geglaubt.“

Mit Anwurf hatte die PSV vor 163 Zuschauern zwar vorne gelegen, Geburtstagkind Neele Gerick (wurde gestern 24 Jahre jung) eröffnete den Torreigen. Geschenkt wurde der PSV aber nichts.

Gegen die aufmerksame 6:0-Deckung der Gäste musste die Bell-Sieben immer wieder lange ihre Angriffe ausspielen, um zum Abschluss zu kommen. Was dabei meist sehr gut klappte: Die Anspiele an den Kreis. Hier bewies vor allem Agnetha Peters vorzügliche Qualitäten.

Peters, vor der Saison von der HSG Schwerte-Westhofen gekommen, musste quasi durchspielen, da Christina Weber wegen einer Mandelentzündung ausfiel. Im PSV-Tor bot überdies Annalena Bandur eine starke Partie.

Was hoffen lässt: Peters (22 Jahre jung) und Bandur (26) zeigen, dass der heimische Drittligist für die Zukunft gut aufgestellt sein dürfte, sollte es die eine oder andere erfahrene Spielerin über kurz oder lang in den sportlichen Ruhestand ziehen.

Dennoch blieb das Spiel immer eine enge Angelegenheit. Nicht zuletzt, da die PSV die starke rechte Seite der Gäste mit der sechsmal erfolgreichen Imke Viering nicht konstant gut verteidigen konnte. So hing der Sieg nach 50 Minuten beim Stande von 23:22 am buchstäblichen seidenen Faden.

Der Spielfluss war zu diesem Zeitpunkt dahin, es hatte sich ein reines Kampfspiel entwickelt mit etlichen Fehlwürfen und technischen Fehlern. Dann suchte die PSV richtigerweise gegen die hochgewachsenen Mindenerinnen den Weg über den Kreis. Von dort trafen nacheinander Lea Imping und Shari Thoms nach Traum-Anspiel von Peters zum 25:23.

In den Schlussminuten spielte Recklinghausen dann wie im Rausch: Noch zweimal Shari Thoms, Carina Püntmann, die ebenfalls sehr auffällig agierte, und Kathrin Huck sorgten im Endspurt für klare Verhältnisse.

INFO PSV RE: Bandur, Schultz (n.e.), Steinhaus (n.e.) – Seelbach, Gerick (2), Huck (3), Peters (4), Wöstmann (4), J. Püntmann (n.e.), Thoms (4), C. Püntmann (4), Imping (7/2), Brühan (1).

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