PSV bittet Werder zum Spitzenspiel

Die 3. Liga Nord der Damen ist schon eine bemerkenswerte Staffel. Da wurde in der vergangenen Saison der TV Oyten souverän Meister. Nach allen Abwägungen verzichtete der Klub aus Niedersachsen aber auf einen Aufstieg.

In dieser Saison hat sich Oyten positioniert: Diesmal will der Verein hoch. Dumm nur: Mit dem SV Werder Bremen gibt es einen namhaften Konkurrenten, der ebenfalls das Ziel 2. Liga hat. Spitzenreiter VfL Oldenburg bliebe bei Meisterschaft ein Aufstieg verwehrt. „Der Titel wird nur zwischen Oyten und Bremen entschieden“, sagt Burkhard Bell. Womit der Schlenker zur PSV Recklinghausen endlich geklappt hat!

Beide Spitzenteams sind nämlich noch zu Gast in der Halle Nord. Oyten zum Saisonende am 11. Mai, Bremen an diesem Sonntag. Und da sich die Halle Nord mittlerweile wieder zur schon legendären „Hölle Nord“ gewandelt hat, zur noch uneinnehmbaren Festung, dürfen sich die Freunde der PSV am Sonntag auf ein echtes Spitzenspiel freuen.

„Wir haben uns jedenfalls einiges vorgenommen“, sagt Burkhard Bell. Dass sein Team in kompletter Besetzung und in eigener Halle jederzeit in der Lage ist, auch mit den Großen der Liga mitzuhalten, hat es hinlänglich bewiesen. Doch die einzige Unwägbarkeit vor dem Duell mit dem aktuellen Tabellendritten von der Weser ist nicht wegzudiskutieren: Etliche Kräfte drohen auszufallen.

Kreisläuferin Neele Gerick hütet mit Fieber das Bett, Annalena Bandur hat die Grippe erwischt. Kira Steinhaus plagt sich mit Achillessehnenproblemen herum, und nicht zuletzt steht hinter dem Einsatz von Spielgestalterin Christina Weber ein Fragezeichen. „Tom“ wurde beim jüngsten Aufeinandertreffen der PSV mit der HSG Badenstedt selbst übel getroffen: Weber musste mit einer klaffenden Platzwunde aus dem Spiel. „Bei ihr wie auch bei allen anderen werden wir wohl erst kurzfristig am Sonntag wissen, ob es klappt“, sagt der Trainer. Es bleibt damit ein Wettlauf mit der Zeit.

Ziemlich klar ist dafür, wie Recklinghausen dem prominenten Gast ein Bein stellen will: Mit einer kompromisslosen Defensive. „Bremen ist vor allem im Rückraum stark besetzt, aber dagegen haben wir uns im Training schon was zurecht gelegt“, sagt Burkhard Bell. Das Hinspiel in Bremen hatte sein Team 23:28 verloren. „In der Höhe ist das sicher keine Schande“, sagt der Trainer auch heute im Rückblick.

Dass Bremens Offensivwucht auch ganz anders zuschlagen kann, hat jüngst der TSV Hahlen erfahren müssen: Der Tabellenelfte wurde mit einer 18:39-Packung auf die Heimreise geschickt.

Der Toreschnitt der Mannschaft von Trainer Radeck Lewicki ist ohnehin nicht zu verachten: Er liegt bei 30 Treffern pro Spiel. Womit vor dem Spitzenspiel am Sonntag in der „Hölle Nord“ klar ist, was der PSV droht…

INFO PSV Recklinghausen - SV Werder Bremen; So., 16 Uhr – Halle Nord

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