Jörg Freund übernimmt ab Sommer bei der PSV

Seine Zusage für die kommende Saison bei der PSV Recklinghausen hatte Jörg Freund schon in den Tagen zuvor gegeben. Wäre sich der 49 Jahre alte A-Lizenzinhaber im Vorfeld unschlüssig gewesen, ob er das vakante Traineramt beim Frauen-Drittligisten übernehmen solle, spätestens der Sonntag hätte ihn überzeugt.

Der Wuppertaler war Gast in der Halle Nord und sah dort den 30:26-Sieg der PSV über Bayer Leverkusen II. „Eine überzeugende Teamleistung“ habe er gesehen, so Freund im Gespräch mit unserem Haus. Genau das, was er unter Handball verstehe. Er habe das Gefühl, damit am richtigen Ort zu sein.
Sein künftiges Engagement in Recklinghausen kommt dennoch überraschend. Grund: Der Wuppertaler hat sich in den vergangenen Jahren eher im Bergischen und im Rheinland einen Namen als Trainer gemacht.

Bis Saisonende zeichnet der hauptberufliche Industriekaufmann beim Frauen-Oberligisten Dünnwalder TV verantwortlich. Frühzeitig sei dort aber klar gewesen, dass er im Anschluss eine neue Herausforderung suche, erläutert Freund, warum er selbst aktiv nun nach einem neuen Trainerposten Ausschau gehalten habe.

Seit rund 20 Jahren ist er als Trainer im Damenbereich tätig, die PSV Recklinghausen kennt er noch aus der Zeit, als er in der Regionalliga bei der HG Remscheid engagiert war.

„An diesen Verein habe ich aus dieser Zeit nur gute Erinnerungen“, sagt der 49-Jährige. „Und die 3. Liga ist natürlich reizvoll. Als A-Lizenzinhaber will man immer nach oben.“ Eine Perspektive, wie er sie beim Dünnwalder TV offenbar nicht sieht. Dort war Jörg Freund bald drei Jahre tätig. „Ich bin keiner, der kurzfristig plant“, erläutert er.

Kirsten Lübbert bleibt Co-Trainerin

Damit läuft Jörg Freund bei Mareike Schüllenbach offene Türen ein. Auch die Recklinghäuser Teammanagerin strebt in der Trainerfrage eine langfristige Lösung an, wie sie sagt. Aber natürlich habe auch sie erst gestutzt, als sich nach Jahren plötzlich Jörg Freund bei ihr gemeldet habe. Ein wenig aus den Augen hätten sie sich schon verloren.

„Dann haben wir uns auf einen Kaffee getroffen. Er hat mir erläutert, was er plant, wir haben alles ausführlich besprochen und hatten beide das Gefühl, dass das gut passen könnte. Da er die Mannschaft bislang nicht kennt, kann er unvoreingenommen an die Sache gehen, was gar nicht mal verkehrt sein muss“, erläutert die Recklinghäuser Teammanagerin.

Christina Weber, die bei der PSV die Rolle der Sportlichen Leiterin übernommen hat, hält große Stücke auf den neuen Trainer: Beide kennen sich noch aus Zweitliga-Tagen bei Teutonia Riemke; Weber war dort Perspektivspielerin, Freund Co-Trainer der Meistermannschaft, die in die 1. Liga aufgestiegen ist.

Auch Co-Trainerin Kirsten Lübbert habe die Idee gut gefunden, sodass das interimsweise tätige Trainer-Duo Weber/Lübbert am Saisonende gerne den Platz räumt für den neuen Mann, sagt Schüllenbach. Lübbert wird damit in der kommenden Spielzeit weiter als Co-Trainerin bei der PSV fungieren, auch Physiotherapeut Jan Neuer das Team unterstützen.

Liga-Reform sorgt für einige Spannung

Sonntagabend wurde die Mannschaft informiert, dass Jörg Freund im Sommer übernehmen wird. Konkret in die Planungen für die kommende Saison einsteigen will der neue Mann in Kürze. Das kann er ohne Druck tun: Spätestens mit dem Sieg am Sonntag sollte auch die latente Abstiegsgefahr gebannt sein. Wie dann die Perspektiven in der neuen Saison aussehen, bleibt die Frage.

Der Spielausschuss hat eine Reform der 3. Liga auf den Weg gebracht, die in der nächsten Spielzeit greifen soll. Ob sie kommt, ist offen: Aktuell gibt es einigen Widerstand der Landesverbände gegen die Liga-Reform.

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