Jubel hier - pure Resignation dort

Handball: Zweitligist PSV siegt auch im Rückspiel gegen Lintfort klar und steht wieder auf Platz vier

Den Edel-Fans des TuS Lintfort blieb am Ende nur noch die Resignation. „Wir kommen wieder“, befanden sie beinahe trotzig. Das werden sie wohl auch müssen. Für den TuS ist nach dem klaren 24:34 (11:15) gegen die PSV Recklinghausen die Regionalliga wieder ein Stück näher gerückt. Und bei den Gästen aus der Halle Nord?
Die sind auf einmal wieder auf einen Platz aufgerückt, der für die Teilnahme an den Play-off-Spielen berechtigt. Kein Wunder also, dass sich die Spielerinnen von der kleinen mitgereisten Fan-Schar gestern gebührend feiern ließen.

Die Chronologie des Spiels ist schnell erzählt: Jeweils zu Beginn beider Hälften tat sich die PSV schwer. Ganz zu Beginn hätte sie eigentlich schon frühzeitig wegziehen können, verdaddelte aber selbst beste Gelegenheiten, indem der letzte Pass einfach schlampig gespielt wurde.
Und direkt nach Wiederanpfiff witterten die Lintforterinnen ihre letzte Chance. Mit vollem Einsatz stemmten sie sich gegen die elfte Saisonniederlage, was die Gäste durchaus mit einigen Respekt beobachteten. Aber auch dieses Aufbäumen war letzten Endes nur ein kurzes Aufflackern, denn am Ende gelang der Truppe von Trainer Kai Harbach ein souveräner Sieg.
Einer der Sorte, wie ihn der Trainer gerne sieht. „Wir haben phasenweise richtig tollen Handball gespielt“, lobte der 43-Jährige, wobei Harbach wohl in erster Linie an die Schluss-Viertelstunde dachte, als Lintfort nach dem kräftezehrenden Zwischenspurt zum zwischenzeitlichen 16:16 stehend K.o. schien und sich auf einmal mitunter riesige Lücken auftaten, die die PSV konsequent nutzte. „Dass wir konditionell auf der Höhe sind, war für mich nicht die Frage“, erläutert Harbach, warum er selbst die heikle Phase direkt nach der Pause relativ entspannt von der Bank aus verlebte.
Nicht zuletzt, weil in dieser Phase vor allem Anne Saxe das einzig richtige machte: Energisch ging sie immer wieder eins-zu-eins in die offensive Deckung, schloss dabei entweder selbst ab oder aber setzte Sandra Wellsow in Szene, die auf der linken Außenposition jeglichen Platz der Welt hatte und von dort ebenso zuverlässig traf.
Am Ende lief es dann wie von selbst, wobei Christina Danhof und Kreisläuferin Annika Claus noch etliche einfache Tore werfen durften. Claus avancierte in Lintfort mit sieben Treffern neben Christina Weber zur besten Werferin bei der PSV, wobei die Aufbauspielerin aber auch noch drei Siebenmeter im Tornetz unterbrachte.
Am nächsten Sonntag im Heimspiel ein Sieg gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Mannschaft aus Stemmer vorausgesetzt, könnte die PSV schon vorzeitig den Klassenerhalt feiern. Zumindest würde sie dann völlig relaxt nach Celle fahren. „Und dann werden wir mal sehen, was dort möglich ist“, so Kai Harbach. Gestern bewies der SC Greven 09, dass auch Celle nicht unschlagbar ist und fügte dem Spitzenreiter die erste Heimniederlage der laufenden Zweitliga-Spielzeit zu.
PSV Recklinghausen: Schultz, Lübbert – Beikirch, Saxe (3), Wellsow (4), Surholt (2), Pieper, Danhof (3), Faeseke, Weber (7/3), Reinhart (3/1), Reiner, Brandes (5)

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