In den Akten abheften

Handball: Zweitligist PSV glänzt beim 27:25 nur 40 Minuten lang
von Olaf Krimpmann
Frauen-Zweitligist PSV Recklinghausen strickt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Auch im dritten Spiel des Jahres gab es einen Sieg. Das 27:25 (15:8) über die HSG Stemmer-Friedewalde sollte dabei getrost in den Ordner „Pflichtsieg“ abgeheftet werden. In die Vereinsannalen wird dieses Spiel bestimmt nicht eingehen.
Die Freude bei Trainer Kai Harbach hielt sich deshalb in engen Grenzen. 40 Minuten lang hatte die PSV den Gegner beherrscht – und am Ende kam ein „mageres“ 27:25 heraus. „Das ist eben der Unterschied zu einem echten Spitzenteam“, meinte Harbach: „Wir hatten heute die Chance auf einen Kantersieg. Den darf man auch mal einfahren.“
Trotz des am Ende engen Resultats: Am Sieg der PSV gab es in der Tat nie einen Zweifel. Doch in dieser Gewissheit stellte der Zweitligist aus der Halle Nord nach 40 Minuten einfach das Spielen ein.
Am Ende aber zählt nur das nackte Ergebnis. Und das sorgte dafür, dass die Recklinghäuserinnen vor der schweren Fahrt zu Spitzenreiter Celle Platz vier erst einmal gesichert haben, jetzt sogar einen Mini-Vorsprung von einem Punkt auf die beiden ärgsten Verfolger aus Magdeburg und Berlin aufweisen. Nach unten wird die PSV in dieser Saison jedenfalls nicht mehr schauen müssen.
Immerhin schaffte es die Sieben um Torhüterin Kirsten Lübbert, den eigenen Zuschauern in der Halle Nord wenigstens 40 Minuten erstklassigen Tempohandball zu bieten. Vom Anwurf weg dominierte die PSV die Partie, nutzte sofort zwei Tempogegenstöße über Kira Brandes und Anne Saxe zum 2:0, ehe aus dem Spiel heraus Saxe auch noch das 3:0 gelang.
Stemmer war in dieser Phase schlicht und ergreifend überfordert, hatte weder im Angriff ein probates Mittel noch war der Tabellenzehnte in der Lage, die Lücken in der eigenen Abwehrreihe zu schließen. Vor allem die vielen Tempogegenstöße trafen die Gäste ins Mark. Der 15:8-Halbzeitstand für die PSV war auch in dieser Höhe vollauf verdient.
Bis zur 39. Minute (19:12) sollte es so weiter laufen, auch wenn die PSV nach Wiederanpfiff sofort einen Gang runterschaltete. Dass sie ab der 40 Minute aber beinahe im Leerlauf agierte, erzürnte den Trainer, der trotz des Siegs polterte: „So was darf uns in eigener Halle nicht passieren. Darüber wird zu sprechen sein.“
Ein Gutes hatte das Spiel dann doch. Mit Blick auf die Späher, die Pokalgegner Oldenburg gesandt hatte, sagte Kai Harbach: „Hoffentlich haben die nur die letzte Viertelstunde aufgenommen.“ Na, ob Oldenburg sich dadurch wohl blenden lassen wird?
PSV Recklinghausen: Lübbert, Schultz (n.e.) – Beikirch (2), Saxe (4), Wellsow (3), Pieper, Danhof (2), Faeseke (2), Weber (6/3), Reinhart (2), Claus (5), Reiner, Brandes (1)
HSG Stemmer-Friedewalde: Poedtke, Oebke – Brand, Grüning (1/1), Heidermann (1), Keller (2), Westermann (2), Stahlhut (3), Ende (1), Ziercke (12/6), Viering (3), Frank, Wendt, Schmidt
Zuschauer: 206
Das nächste Heimspiel der Zweitligahandballerinnen der PSV Recklinghausen findet am Sonntag, 8. Februar statt. Zu Gast ist ab 16 Uhr der Tabellenelfte TSV Travemünde.
Den Kartenvorverkauf fürs DHB-Pokalviertelfinale am Mittwoch, 25. Februar (19.30 Uhr) gegen Bundesligist VfL Oldenburg startet die PSV am Samstag beim Verbandsligaderby der Männer zwischen der PSV und dem HSC Haltern-Sythen (Anwurf: 18 Uhr).
Anmerkung PSV: aber nur in einer begrenzten Stückzahl zum Herrenspiel. Hauptverkauf ist zu den Damenspielen am 08.02.(Travemünde) und 20.02.2009 (Greven).
Ungebetenen Besuch erhielt die Halle Nord am Wochenende. Einbrecher suchten offenbar in den Räumlichkeiten der PSV und der Geschäftsstelle des Fußballkreises nach Beute. Dabei versuchten sie, die Decke im Erdgeschoss aufzustemmen. Was dabei entwendet wurde, ist noch nicht klar.

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