Play-Off Diskussion

Jetzt geht sie wieder los, die Diskussion darüber, ob es gut wäre, wenn die Handballerinnen der PSV Recklinghausen am Ende der Spielzeit auf einem Play-Off-Platz stehen würden.

Recklinghausen. Nach dem eigenen 27:25 (15:8)-Sieg über die HSG Stemmer/Friedewalde und dem gleichzeitigen Unentschieden der Magdeburger gegen Rostock ist das Team von Trainer Kai Harbach Vierter. Wieder. Auch in der Hinrunde hatten die Recklinghäuserinnen die lose Aussicht auf weitere Spiele nach dem Ende der regulären Spielzeit. Auch da hielt Harbach Hände und Füße still. Mit aller Ruhe verwies er auf die dann – und jetzt – folgenden Spiele. Am nächsten Wochenende geht es zum Spitzenreiter Celle und in loser Folge folgen dann in den nächsten Wochen noch die Spiele gegen den Zweiten Rosengarten und Dritten Rostock. Mit dem Sieg gegen Stemmer aber haben die Recklinghäuserinnen zehn Punkte Vorsprung auf Travemünde und damit dem ersten Abstiegsplatz. Neun Spiele sind es noch und Travemünde müsste erst einmal fünf Spiele gewinnen. Unwahrscheinlich. Der Abstieg ist im Gegensatz zu den Play-Offs kein Thema mehr. Voraussichtlich.

Zumal das Team von Kai Harbach in der Form der ersten 57 Minuten gegen Stemmer noch den einen oder anderen Punkt wird holen können. Da stand die Abwehr. Da hielt Kirsten Lübbert. Da klappten die Angriffskonzeptionen. Da lief der Ball. Da lief der Gegenstoß. Satte sechs Tore Vorsprung brachten diese Grundlagen ein. Ausreichend.

Dass in der letzten drei Minuten nur noch Stemmer traf und Anika Zierke, die bislang beste Werferin der 2. Liga Nord ihre Quote noch erheblich verbesserte – geschenkt angesichts der Tatsache, dass davor eine Niederlage für Recklinghausen kein Thema war. Annika Claus arbeitete gewohnt sicher in der Abwehr und traf ebenso sicher vom Kreis und hinter der herausragenden PSV-Angreiferin bewarben sich gleich mehrere ihrer Mitspielerinnen um die Rolle als auffälligste Ergänzungskraft. Antje Beikirch zum Beispiel. Sie hatte zuletzt wenig bis gar nicht gespielt und getroffen. Diesmal machte sie zwei wichtige Tore. Oder Anne Saxe. Sie arbeitete unermüdlich und ließ sich auch durch Härte nicht beeindrucken. Oder Juliane Faeseke, die junge Linkshänderin, die ihre zwei Würfe ins Tor drosch. Oder Christina Danhof, die sich wie schon so oft mit Kira Brandes das Spiel teilte – jede spielt eine Halbzeit – und ebenso doppelt erfolgreich war. Oder Julia Pieper. Sie spielte fast nur in der Abwehr, entlastete dadurch Spielmacherin Christina Weber und hielt den Laden vor Lübbert zusammen. Und schließlich Lübbert. Sie hielt zwar im ersten Abschnitt mehr Würfe als im zweiten. Aber als es darauf ankam, war sie da.

So viel es eben nicht mehr ins Gewicht, dass die Recklinghäuserinnen in der Schlussphase Abnutzungserscheinungen zeigten, das Spiel und die Kontrolle noch aus der Hand gaben. Da zeigten die Maßnahmen von Rainer Niemeyer Wirkung. Stemmers Trainer schickte erst eine, dann zwei, zwischendurch sogar alle seine Spielerinnen nach vorne. Die gewollte Hektik zeigte die gewollte Wirkung. Zu spät. Zuvor hatte seine Team einfach viel zu viel weggeworfen.

PSV Recklinghausen HSG Stemmer/Friedewalde 27:25

PSV: Lübbert, Schultz (n.e.), Reiner (n.e.) – Beikirch (2), Saxe (4), Wellsow (3), Pieper, Danhof (2), Faeseke (2), Weber (6/3), Reinhart (2), Claus (5), Brandes (1)

Stemmer: Poetke, Oebke – Brand, Grüning (2/1), Heidermann (1), Keller (3), Westermann (2), Stahlhut (2), Ende (1), Zierke (11/5), Viering (3), Frank, Wendt, Schmidt

Zuschauer: 250

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...