Trainer Dialektik

Kai Harbach sagt: Wir versuchen die Play Offs zu erreichen – müssen aber nicht. Mit einem Sieg gegen Travemünde würde die PSV Recklinghausen auf Platz drei klettern.
Es gibt keinen Grund sich zu grämen. Die erste Niederlage im neuen Jahr beim Tabellenführer SVG Celle kann Handball-Zweitligist PSV Recklinghausen gut verschmerzen, zumal er eine gute Leistung in Niedersachsen ablieferte und als Vierter auch weiterhin auf einem Play-off-Platz steht. Sollte er am Sonntag gegen den TSV Travemünde gewinnen, würde er gar wegen der Spielpause des Rostocker HC auf den dritten Rang klettern und damit seine Anwartschaft auf eine Teilnahme an der Erstliga-Aufstiegsrunde untermauern.

„Wir gehen damit nicht offensiv um und sagen, dass wir unbedingt die Play Offs erreichen müssen. Aber wenn das möglich sein sollte, dann werden wir alles versuchen, dabei zu sein”, übt sich Kai Harbach weiterhin in Trainer-Dialektik. Einerseits will er das Team motivieren und das öffentliche Interesse ebenso wie die Spannung aufrecht erhalten, andererseits aber weder seine Spielerinnen unter Druck setzen noch den Verein in Aufruhr versetzen. Erstliga-Aufstiegsrunde? Der Mann will doch wohl nicht ins Oberhaus?

Will er vielleicht, weiß aber auch, dass das mit ambitioniertem Amateursport bei der PSV gar nicht möglich ist. Attraktiv spielen, erfolgreich spielen, das ist die vornehmliche Intention von Kai Harbach und seinem Team. Ein Sieg gegen Travemünde käme da sehr gelegen. Sollte nämlich der SC Greven sein Heimspiel gegen Magdeburg gewinnen, dann wäre das nächste Heimspiel am 20. Februar gegen den ewigen Rivalen aus dem Münsterland ein Spitzenspiel.

Favorisiert ist der Tabellenvierte, der gegen Travemünde eine positive Bilanz (fünf Siege, zwei Niederlagen) aufweist, zwar. Aber aus Sicht des Trainers ist Vorsicht geboten: „Die werden kratzen und beißen. Auch Stemmer hat sich lange gewehrt.” Die Frauen von der Ostsee benötigen als Vorletzte dringend Punkte. Ihre Hoffnung setzen sie auf die Achse Anja Krönter (halblinker Rückraum, 108 Tore) und Tanja Schmidt (Kreis). „Die müssen wir kontrollieren”, hat Kai Harbach als Marschroute vorgegeben. Gelingt das, dann stünde dem achten Saisonsieg nichts entgegen.
Verzichten muss die PSV einige Wochen lang auf Sandra Wellsow. Deren schwere Verletzung in Celle hat sich tatsächlich als Nasenbeinbruch entpuppt. In diesen Tagen entscheidet sich, ob sie sich einer Operation unterziehen muss.

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