Sieg gegen die Raubmöwen

Fehlstart in die zweite Halbzeit. PSV verspielt 14:7-Führung / Am Ende 29:22 gegen Travemünde
Halbzeitpausen bekommen den Zweitliga-Handballerinnen der PSV RE offenbar nicht. Wie bereits gegen die HSG Stemmer/Friedewalde tat der Mannschaft von Trainer Kai Harbach auch der Kabinengang im Heimspiel gegen den TSV Travemünde nicht gut. Eines vorweg: Die „Raubmöwen“ von der Ostsee raubten Recklinghausen die Punkte nicht. Der Tabellendritte gewann 29:22.
Ob der PSV-Coach nach der deutlichen 14:7-Pausen-Führung die falschen Worte an seine Spielerinnen gerichtet hat? „Das frage ich mich die ganze Zeit“, gestand Kai Harbach. Denn nach Wiederbeginn drehten die Gäste mächtig auf. Nur acht Minuten brauchte Travemünde nach dem Seitenwechsel, um den Sieben-Toren-Rückstand zum 15:15 auszugleichen. Es kam noch dicker für die PSV: Susen Langanke brachte die abstiegsbedrohten Gäste von der Ostsee in der 40. Minute erstmals mit 15:16 in Führung.

Vergessen war die gute Leistung der PSV im ersten Durchgang. In dem spielte das Harbach-Team wie aus einem Guss – mal mit überlegtem Kombinationsspiel, mal mit Tempogegenstößen. Ganz gleich welches Mittel die Recklinghäuser Offensive auch wählte, der TSV aus dem Norden der Republik fand kein Rezept dagegen. Torhüterin Britta Reinmann musste immer wieder den Ball aus dem Netz fischen.
Weil ihr Gegenüber Kirsten Lübbert aber reihenweise glänzend parierte, bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung über 7:3 Mitte in der ersten Hälfe scheinbar mühelos auf 14:7 aus.
Wer nun aber einen lockeren Heimsieg des Tabellendritten erwartete, wurde wenig später eines Besseren belehrt. TSV-Trainer Andreas Juhra stellte sein Team in der Pause offenbar richtig ein. „Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, hatte noch nicht einmal Kreisklassen-Niveau“, redete er Klartext. Das änderte sich aber. Travemünde erhöhte die Schlagzahl und traf nun vor 192 Zuschauern in der Halle Nord scheinbar nach Belieben.
Mitte der zweiten Halbzeit schlug das Pendel aber wieder zugunsten der Heimsieben um: Einerseits hielten die „Raubmöwen“ das hohe Tempo nicht durch. Andererseits fand die PSV zur gewohnten Stärke zurück. Christina Danhof und Anne Saxe brachten das Harbach-Team wieder mit 21:19 (48.) in Führung. Als Andrea Surholt (2) und Christina Weber drei Treffer in Folge zum 26:21 nachlegten, war das Spiel entschieden (56.).
„Jetzt wollen wir in die Playoffs“, korrigierte Harbach das Saisonziel nach dem erneuten Sieg nach oben.
PSV RE: Lübbert, Schultz; Beikirch (1), Saxe (4), Surholt (4), Pieper, Danhof (1), Faeseke, Weber (8/4), Reinhart (5/2), Claus (4), Brandes (2), Reiner, Wolf

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