Wenigstens eine Frage ist geklärt

Die eingleisige Zweite Liga kommt ein Jahr später als gedacht / Fahrtkosten bleiben ein Problem
Die eingleisige Zweite Bundesliga der Frauen kommt mit Verspätung – aber sie kommt. In trockene Tücher gebracht wurde sie am vergangenen Freitag im Rahmen der Mitgliederversammlung der Männer-Bundesligisten in Dortmund. Für die PSV Recklinghausen bedeutet dies, dass sie sich erst in der Saison 2010/2011 um einen Qualifikationsplatz bemühen muss. 2011/2012 soll die eingleisige 2. Liga dann aller Voraussicht nach mit 16 Mannschaften ihren Spielbetrieb aufnehmen – und damit ein Jahr später als gedacht.
Der Aufschub wird im Recklinghäuser Norden mit einigem Wohlwollen registriert. „So wissen wir in der neuen Saison, was wirklich kommen wird und haben Zeit genug, uns in Ruhe darauf vorzubereiten“, sagt PSV-Teammanagerin Mareike Schüllenbach, die am Montag von Spielleiterin Erika Peters (Hannover) über die jüngsten Beschlüsse informiert worden ist.
Eigentlich hatte die PSV angenommen, sich schon in der kommenden Spielzeit qualifizieren zu müssen. Auf- und Abstiegsreglung dazu sind aber nicht festgelegt. „Da werden noch viele Gespräche geführt“, sagt Schüllenbach.

Handball-Bund, Liga-Vorstand und Regionalverbände sind in den Prozess eingebunden. Spätestens zur turnusgemäßen Mitgliederversammlung der beiden Zweitliga-Staffeln im Juni sollen konkrete Ergebnisse präsentiert werden, der Qualifikationsmodus und die spätere Auf- und Abstiegsreglung stehen.„Dann haben wir eine ganze Saison, um zu prüfen, was für uns wirklich machbar ist“, so Schüllenbach. Zwei entscheidende Fragen sind dabei aus ihrer Sicht zu klären: Welche Spielerinnen können und wollen den zeitlichen Mehraufwand in einer eingleisigen. 2. Liga überhaupt mittragen? Und wie hoch wird die finanzielle Mehrbelastung durch die Fahrten für den Verein?
Grundsätzlich, so Schüllenbach, profitierten Vereine wie Recklinghausen, Greven oder Stemmer von ihrer zentralen Lage. Ob’s für sie an die Ostsee geht oder an den Bodensee, macht bei den Planungen keinen großen Unterschied.
Allerdings hat die Handball-Bundesliga der Männer (HBL), die 2011 die beiden Zweitliga-Staffeln ebenfalls fusionieren wird und an deren Zeitplan sich auch die Handball-Bundesliga-Vereinigung der Frauen (HBVF) orientiert, hier eine Entscheidung „vorgelegt“: Sie wird die Fahrtkosten schlüsseln. Das heißt, jeder Verein zahlt vor der Saison eine Summe in einen Solidartopf und erhält anteilsmäßig an seiner Fahrleistung Gelder erstattet.
Die PSV würde in einem solchen Fall zu den Gebern der neuen Liga gehören. Sie würde eine Fahrt von Allensbach am Bodensee bis nach Harrislee an der dänischen Grenze subventionieren müssen.
Ob das der ohnehin stets schmale Etat der PSV hergibt, dürfte die wohl spannendste Frage bei den ganzen Planungen sein. „Eine Schlüsselung wäre jedenfalls nicht gerade vorteilhaft für uns“, sagt dazu Mareike Schüllenbach.

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