Kein Abend für die PSV Damen - Niederlage gegen Greven

Zweitligist verspielt im Kampf um einen Play-off-Platz gute Ausgangsposition / 25:27-Niederlage

Derbystimmung wollte so recht keine aufkommen in der Halle Nord. Wie hätte sie auch? Frauenhandball-Zweitligist PSV Recklinghausen hat seinen Anhängern ausgerechnet im Top-Spiel gegen Greven nur Magerkost serviert. An der 25:27 (11:14)-Niederlage gab es folglich nichts zu rütteln.
Die Sieben von Trainer Kai Harbach verpasste es damit vor 305 Zuschauern, ihre gute Ausgangsposition in der Tabelle auszubauen. Das Gegenteil ist eingetreten: Im Kampf um einen Platz, der zur Teilnahme an den Play-off-Spielen berechtigt, ist Greven nun mit der PSV gleichgezogen.

Irgendwie war von Anfang an der Wurm im Recklinghäuser Spiel. Zwar prangte nach 18 Spielminuten eine scheinbar solide 8:6-Führung von der Anzeigetafel, doch schon in der Anfangsviertelstunde offenbarten sich die vielen Schwächen der PSV. Ganz egal ob aus dem Rückraum oder von den Außenpositionen: Der Abschluss war viel zu schwach, irgendwie halbherzig. Zudem wuchs Grevens Torhüterin Katrin Thiele in dieser Phase über sich hinaus.
Aber auch im gegenüber stehenden Gehäuse machte Iris Schultz mal wieder ein ganz starkes Spiel. 15 Paraden standen am Ende zu Buche, eine Klasse-Bilanz! Aber ehrlicherweise muss man dazu auch sagen, dass das Spiel ohne ihre gehaltenen Bälle weitaus eher entschieden gewesen wäre.
Der erste wirklich sichtbare Bruch im PSV-Spiel erfolgte in jener besagten 18. Minute. Nachdem Daniela Oana für Greven in Unterzahl zum 8:7 getroffen hatte, ging bei der PSV etliche Minuten nichts mehr. Erst in der 25. Minute sollten die Gastgeberinnen wieder treffen – und zwar zum 8:11 durch Anne Saxe.
Lange hielt Greven in der Folgezeit eine beruhigende Führung, die der Gast scheinbar nach Belieben ausbauen konnte (13:17, 37.). Die PSV, die sich neben drei verworfener Siebenmeter eine ganze Reihe technischer Fehler leistete und bei der Annika Claus am Kreis aufgrund ihrer gerade erst leidlich auskurierten Grippe kaum Akzente setzen konnte, schaffte es dennoch dank einer großen Energieleistung, einen vorentscheidenden Sechs-Tore-Rückstand (15:21; 46.) noch beinahe wieder wettzumachen.
Steffi Reinhart, die ebenfalls erst gegen Ende des Spiels auftaute, brachte die PSV noch einmal auf 20:22 heran, Kira Brandes 50 Sekunden vor Schluss auf 24:26. Doch dieser Kraftakt kam schlicht und ergreifend zu spät. Auffälligste Akteurin der Partie war Grevens Kreisläuferin Sarah Everding mit neun Treffern.
Statistik
Recklinghausen: Schultz, Lübbert – Beikirch, Saxe 4, Surholt 2, Pieper, Danhof 5, Faeseke 2, Weber 4/2, Wolf, Reinhart 5/1, Claus 1, Brandes 2, Reiner
Greven: Thiele, Wefer – Stöber, Naarmann 1, Lorenz 3, Oana 6, Everding 9, Schreurs 4/2, Glathe, Volkmer 2, Jegeneyes, Bülau 2
Schiedsrichter: Brandt /Veit
Zuschauer: 305
Trainer Kai Harbach (PSV): „Da gibt es nichts drum herum zu reden: Es war eine verdiente Niederlage. Letzten Endes haben wir heute nur auf einer Position unser Niveau erreicht, und das war im Tor. Im Angriff waren unsere Schwächen dafür nicht zu übersehen. Sicher kann man darüber diskutieren, dass mit einer normalen Leistung von uns heute viel mehr drin gewesen wäre. Aber hätte, wenn und aber zählt nun mal nicht.“
Für das DHB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen den Bundesligisten VfL Oldenburg (Anwurf: 19.30 Uhr, Halle Nord) hat die PSV bereits über 300 Karten im Vorverkauf abgesetzt. An der Abendkasse steht aber noch ein ausreichendes Kartenkontingent zur Verfügung. O.K.

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