Der etwas andere Aufsteiger

Handball: Für Trainer Kai Harbach ist die SG Rosengarten das Hoffenheim des Handballs
Recklinghausen. (O.K.) Mit der SG Rosengarten gastiert am Sonntag in der Halle Nord nicht nur der souveräne Tabellenzweite der 2. Bundesliga Nord in Recklinghausen. Es kommt auch der etwas andere Aufsteiger in die Halle Nord.
„Rosengarten ist für mich das Hoffenheim des Handballs“, meint PSV-Trainer Kai Harbach. In der Tat hat es in den vergangenen Jahren keinen Aufsteiger gegeben, der derart durchgestartet ist wie der Neuling aus dem Hamburger Speckgürtel.
Was natürlich seine Gründe hat: Rosengarten baut auf geballte Erfahrung, hat vom Bundesligisten SV Buxtehude gleich eine ganze Reihe von Spielerinnen geködert, etliche davon mit Länderspiel-Erfahrung wie Torfrau Silke Christiansen (35), die mit Buxtehude 2003 deutsche Vizemeisterin wurde, oder die Ukrainerin Natascha Kotenko (34), die mit 100 Saisontreffern die beste Schützin des Neulings ist. Der Lohn: Mit 27:7 Punkten ist der Mannschaft von Trainer Martin Hug die Qualifikation für die Play-off-Spiele mittlerweile nicht mehr zu nehmen.
Ein harter Brocken also, der da auf die PSV wartet. „Wir haben nichts zu verlieren“, meint Kai Harbach, der damit hofft, dass seine Spielerinnen in eigener Halle zurück zu alter Leichtigkeit finden werden. Wobei der Trainer sich sehr wohl noch Ziele gesetzt hat.
Nachdem der Zug in Richtung Play-offs nun wohl endgültig abgefahren ist, gilt es für die Recklinghäuserinnen, eine schwarze Serie zu brechen. „Mit Ausnahme von Magdeburg haben wir gegen kein Team gewinnen können, das in der Tabelle über uns steht“, sagt der Trainer. Das sei für die Heimpartie gegen Rosengarten allemal eine lohnende Aufgabe.
Im Hinspiel hatte die PSV den Aufsteiger zumindest 30 Minuten im Griff, ging gar mit einer 13:10-Führung in die Pause, um am Ende dann doch mit 24:29 zu verlieren. Damit den Recklinghäuserinnen am Sonntag nicht am Ende die Luft ausgeht, hat Harbach die spielfreie Zeit genutzt, um konditionelle Rückstände aufzuarbeiten. Für den Saisonendspurt sollten seine Mädels jedenfalls fit sein.
Allerdings plagen den Trainer Personalsorgen. Neben der weiter fehlenden Sandra Wellsow sind die Einsätze von Andrea Surholt (Achillessehne) und Christina Danhof fraglich. Vor allem bei Danhof, die an chronischen Knieproblemen laboriert, sieht es nicht gut aus. „Das will sie noch genauer untersuchen lassen“, meint der Trainer.
Der ist in Zusammenarbeit mit Teammanagerin Mareike Schüllenbach aktuell dabei, die neue Saison zu planen. Was sich angesichts des bekannt schmalen Budgets der PSV nicht gerade einfach gestaltet. „Wir suchen nach jungen, dynamischen Spielerinnen, die ins Team passen und im Prinzip nichts kosten dürfen“, meint Harbach, um hinzuzufügen: „Genau diese Spielerinnen suchen die anderen Vereine natürlich auch.“

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