PSV siegen in Rostock - "eine wunderbare Leistung"

Für die Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen bleibt die Saison weiterhin ein Ritt auf des Messers Schneide. Mit dem 30:24 (15:14) beim Rostocker HC zogen sie an dem Tabellennachbarn vorbei und stehen nun wieder an der Schwelle zur Play-off-Runde.

„Das war eine wunderbare Mannschaftsleitung und eines unserer besten Saisonspiele”, freute sich Trainer Kai Harbach. „So macht Handball Spaß.” Er spielte damit an auf die Begegnung gegen Rosengarten eine Woche zuvor, bei der seine Sieben einen möglichen Erfolg durch viele Fehler aus der Hand gegeben hatte. „Alle haben sich meine Kritik zu Herzen genommen und eingesehen, dass sie es selbst verbockt haben. Heute aber war das ein ganz tolles Spiel, ich muss der gesamten Mannschaft ein Kompliment machen.”
Drei Spieltage vor dem Saisonende ist noch alles möglich, auch wenn es das Restprogramm in sich hat. Nächste Woche kommt der nächste direkte Rivale Union Halle nach Recklinghausen, dann geht es zum HSC Magdeburg, der in der Tabelle vor der Sieben von Kai Harbach steht. Am letzten Spieltag (25. April) ist dann der TSV Nord Harrislee, nominell als Neunter der einfachste Kontrahent, zu Gast in der Sporthalle Nord. Auch deshalb sieht es trotz des anspruchsvollen Restprogramms gar nicht einmal schlecht aus für die PSV, die in der Hinrunde gegen zwei der drei verbleibenden Kontrahenten gewonnen hat. Magdeburg (26:20) und Harrislee (34:32) bezwang sie, allein gegen Halle gab es eine knappe Niederlage (27:28).

In Rostock legte die Harbach-Sieben unmittelbar nach dem Seitenwechsel den Grundstein für den fünften Auswärtssieg in dieser Saison. Nach ausgeglichenem Spielverlauf vor dem Wechsel, bei dem kein Team mit mehr als einem Treffer führte, leiteten Kira Brandes, Annika Claus, Julia Pieper, Christina Weber und Andrea Surholt mit ihren fünf Toren in Serie binnen acht Mnuten für die Vorentscheidung. Die PSV zog von 16:15 auf 21:15 (39. Minute) davon und schockte Rostock damit spürbar. Die Heimsieben fand einfach kein Mittel mehr gegen einen Kontrahenten, die in Angriff und Abwehr gleichermaßen zu überzeugen wusste. Bis auf neun Tore sollte der Vorsprung sogar noch anwachsen, - die PSV führte in der 54. Minute nach dem vierten verwandelten von vier Siebenmetern durch Weber mit 30:21, ehe sie die Begegnung austrudeln ließ und es den Rostockerinnen damit ermöglichte, das Endresultat etwas freundlicher zu gestalten.

Den Gästen war es egal. Christa Claus, die Mutter von Kreisläuferin Annika Claus, kredenzte nach dem Duschen eine Käsesuppe vor dem Teambus, den sich die Mannschaft bei eisigen Temperaturen an der Ostsee schmecken ließ, ehe sie sich auf die sechs- bis siebenstündige Heimfahrt machte. Ganz schön lang. „Aber solche Busfahrten sind nicht schlimm”, befand Kai Harbach. Stundenlang von einem überzeugenden Sieg zu schwärmen fällt nun mal nicht schwer.

PSV Recklinghausen: Schulz, Lübbert – Beikirch, Saxe (6), Surholt (2), Pieper (2), Faeseke, Weber (10/4), Wolf, Reinhart (1), Claus (3), Brandes (6)
Rostocker HC: Lenz, Nikolaus – Gaul (1), Grundmann (3), Galle (4), Schulze (1), Schulz (6), Kordt, Griese (2), Topp, Schlegel, Pinkohs, Horke (7), Herzer

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...