Schwarze Serie soll endlich reißen

Nie hat Zweitligist PSV gegen Halle-Neustadt gewinnen können
Recklinghausen. (O.K.) Die Messlatte für das vorletzte Heimspiel der Saison am Sonntag gegen den SV Union Halle-Neustadt haben die Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen am letzten Samstag in Rostock selbst hoch gelegt.
Beim 30:24-Sieg zeigte die Truppe von Kai Harbach eine ihrer stärksten Saisonleistungen, was den Trainer völlig aus dem Häuschen brachte. Auch mit ein paar Tagen Abstand will der 43-Jährige nicht zurückstecken: „Ich denke, dass unsere Zuschauer es verdient haben, dass wir in eigener Halle mal wieder ein richtig gutes Spiel zeigen.“
Ohne Druck, so weiß Harbach, spiele seine Sieben den besten Handball. Also werde er einen Teufel tun, um die Mannschaft nun unter Druck zu setzen – selbst wenn zwei Spieltage vor Schluss noch immer Platz vier sicher sein sollte. „Das P-Wort ist bei uns verboten“, sagt Harbach mit Blick auf die wieder möglichen Play-off-Spiele. Da steht alleine Halle-Neustadt vor, der Angstgegner der PSV.
Noch nie haben die Recklinghäuserinnen gegen Union gewinnen können, ein mickriges Unentschieden ist die Ausbeute. „Das ist doch allemal ein lohnendes Ziel, diese schwarze Serie zu brechen“, meint der PSV-Trainer, der am Sonntag unverändert auf Sandra Wellsow verzichten muss, während Christina Danhof und Christina Weber wie in der Vorwoche angeschlagen in die Partie gehen werden.
Besondere Brisanz erhält die Partie, da Halle-Neustadt selbst mit einem Sieg an der PSV vorbei ziehen könnte. Insgesamt kämpfen in der 2. Liga Nord drei Spieltage vor Schluss noch vier Mannschaften um den letzten Play-off-Platz. Aber auch außerhalb des Spielfelds ist aktuell viel los (sieh unten).

Viel Bewegungin der Liga

Die wichtigste Nachricht der Woche kam aus Dortmund. Dort verkündete Präsident Dr. Rauball den Fortbestand der Handball- und Tischtennisabteilung des BVB.
Für die nächsten drei Jahre sei die Finanzierung gesichert, so Rauball. Der BVB, in der Bundesliga das Schlusslicht, will nun die Lizenzunterlagen für die 2. Liga einreichen.
Bei der PSV freut man sich über die Rückkehr des prominenten Nachbarn. „Das sind immer reizvolle Duelle“, so PSV-Teammanagerin Mareike Schüllenbach, die aber auch weiß: Jegliche Hoffnung, Spielerinnen des BVB in die Halle Nord zu locken, sind damit vorerst dahin.
Angst, dass durch die Wende beim BVB wieder eine Diskussion über die Ligen-Einteilung beginnt, hat Schüllenbach keine: „Die gibt es doch immer.“
Zuletzt war der TV Beyeröhde in die ungeliebte Süd-Staffel zwangsversetzt worden, steht dort aber vor dem Abstieg. Wer aus den Regionalligen nachrücken wird, ist offen. Nicht immer muss es zwangsläufig der Meister sein – viele Vereine scheuen den Aufwand für die 2. Liga.
Unklar ist auch, wie es in Greven weiter geht. Nachdem Trainer Peter Mersch (wird zur neuen Saison von Ex-Nationalspielerin Franziska Heinz abgelöst) vor dem Aus steht, herrscht Unruhe beim Tabellendritten. Teammanager Manfred Farwick, gleichzeitig Geschäftsführer der Handball-GmbH, ist bereits zurückgetreten. Offenbar wollen am Saisonende auch etliche Spielerinnen den SC verlassen.

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