Bundesliga-Start - Ein Knaller-Plan

Die Nachricht traf ihn durchaus unvermittelt. Auf der Ferieninsel Mallorca erfuhr Kai Harbach, Trainer der Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen von der Staffeleinteilung und dem neuen Spielplan. Seine erste Reaktion: „Das ist ein Knaller-Plan.”

So „leicht” wie in der gerade erst abgelaufenen Saison wird es für sein Team zum Start nicht werden. Das steht fest. Im September 2008 legten die Recklinghäuserinnen mit Siegen gegen den TuS Lintfort, die HSG Stemmer-Friedewalde und dem TSV Travemünde sowie einem Unentschieden gegen den späteren Meister und nun neuem Erstligisten SVG Garßen-Celle mit 7:1 Punkten letzlich bereits den Grundstein für Platz fünf und damit die am Ende beste Saison der Vereinsgeschichte.

Anfang September 2009 geht es nun mit einem Heimspiel gegen den TSV Nord Harrislee los. „Eine machbare Aufgabe”, wie Harbach sagt. Dann aber kommt es schwer und schwerer. Am zweiten Spieltag geht es zum immergrünen Vergleich zum SC Greven. Das Team war Dritter und spielte die Aufstiegsrelegation. Dann kommt Erstliga-Absteiger Borussia Dortmund, der zwar kurz vor der Insolvenz stand, nun aber wieder Frauenhandball auf hohem Niveau zeigen will und dem durchaus Ambitionen nachgesagt werden, direkt wieder aufzusteigen. Danach folgen zwei Auswärtsspiele. Erst bei der SG Handball-Rosengarten, dem Zweiten der abgelaufenen Saison, und beim SV Union Halle-Neustadt. Die kamen als Sechster nur ganz knapp hinter der PSV Recklinghausen ins Ziel.

Harbach aber will sich nicht schon jetzt mit einem möglichen Fehlstart beschäftigen und gibt sich – zumindest zurzeit noch – recht pragmatisch. „Wir müssen ohnehin gegen jeden Gegner spielen. Vielleicht ist es ja ganz gut, dass wir die vermeintlich starken Gegner so früh in der Saison haben werden. Da sind noch nicht eingespielt und vielleicht noch nicht so stark, wie sie es im Saisonverlauf vielleicht noch werden könnten.”

Gleiches gilt indes auch für sein Team. Nach dem Laufbahnende von Kreisläuferin Annika Claus, Alexandra Wolf und dem Weggang von Andrea Surholt und zuletzt Julia Pieper, wird sich auch das Gesicht des PSV-Teams erheblich verändern. Zwei neue Spielerinnen stehen bereits fest. Vom TuS Lintfort kommt die 18-jährige Rückraumspielerin Felicia Idelberger, vom Zweitliga-Süd-Absteiger Beyeröhrder TV Kreisläuferin Sabine Nückel. Dazu kommen voraussichtlich, so Harbach, „minimum zwei, maximum drei weitere Spielerinnen”. Fünf Spielerinnen hatten sich in einem extra angesetzten Training vorgestellt. In dieser Woche soll die Entscheidung fallen, wer demnächst in der 2. Bundesliga für die PSV Recklinghausen spielt und es unter anderem mit Borussia Dortmund und dem SC Greven zu tun bekommt.

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