Aufstieg des BVB tut der PSV weh

Frauen-Zweitligist hat ein Derby und ein Heimspiel weniger
Eigentlich haben sich die Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen am Dienstag getroffen, um die am nächsten Dienstag startende Saison-Vorbereitung zu besprechen.
Unverhofft rückte jedoch ein ganz anderes Thema in die Diskussion: Borussia Dortmund wird nicht in der 2. Liga Nord starten. Der BVB, sportlich aus der 1. Liga abgestiegen, profitiert davon, dass sich Erstligist Rhein-Main Bienen aus finanziellen Gründen in die Oberliga zurückzieht.
Die Konsequenz: Der PSV wie auch allen anderen Nord-Zweitligisten fehlt nicht nur ein Heimspiel, sondern ein überaus lukratives Derby. „Glücklich ist diese Entscheidung nicht“, sagt Teammanagerin Mareike Schüllenbach. Der frei gewordene Platz wird nicht besetzt. Die 2. Liga Nord startet mit nur elf Mannschaften in die Spielzeit.
Absteiger TuS Lintfort soll Interesse angemeldet haben, den freien Platz einzunehmen, muss aber weiter in der Regionalliga um den sportlichen Wiederaufstieg kämpfen. Ob gerecht oder nicht, Schüllenbach schwant: „Bei der Mitgliederversammlung am nächsten Wochenende wird es wohl ordentlich Zunder geben.“
Erschwerend für die PSV kommt hinzu, dass die Mannschaft nach dem Auftaktspiel in eigener Halle gegen Harrislee am 13. September erst einmal drei Auswärtsspiele zu bestreiten hat. Und die alle gegen Gegner, „gegen die wir schon in der letzten Saison nicht gewinnen konnten“, sagt Trainer Kai Harbach. Das zweite Heimspiel bestreitet die PSV erst am 31. Oktober gegen HSC Magdeburg.
In der vergangenen Saison war die PSV noch mit 7:1 Punkten gestartet – daran wagt der Trainer diesmal nicht zu denken: „Unser Ziel ist es zunächst, sicher den Klassenerhalt zu packen. Nicht mehr und nicht weniger.“ Dass das gelingen werde, davon sind der Coach und seine neue Co-Trainerin Daniela Hannemann aber überzeugt.
„Wir haben die Abgänge nicht nur quantitativ kompensiert, sondern auch qualitativ“, sagte Harbach bei der Vorstellung der Neuzugänge Felicia Idelberger, Miriam Schlierkamp, Laura Ißleib und Sabine Nückel. Einziger Wermutstropfen: Kreisläuferin Nückel wird in der Vorbereitung fehlen. Harbach: „Sie macht ein Praktikum in Garmisch-Partenkirchen, wird sich dort aber einem Verein anschließen und das volle Programm absolvieren.“
Dass die Kreisläuferin sich schnell integrieren wird, ist für Daniela Hannemann keine Frage: „Wir kennen sie, und sie kennt uns und unsere Spielzüge.“ Gleichwohl wird das Trainergespann weiter an der Mannschaft feilen.„Wir haben zwei starke Schnapper, da wollen wir mehr über den Gegenstoß kommen“, sagt Kai Harbach. Dafür wird Daniela Hannemann verantwortlich zeichnen.
Ansonsten gelte es, Bewährtes zu stärken. „Warum sollen wir jetzt auch alles umkrempeln?“, so Kai Harbach.
Hier die fest stehenden Testspiele der PSV in der Halle Nord:
So., 6. 7.: Heimspiel gegen HSG Bad Wildungen (16 Uhr)
Fr., 24. 7.: Heimspiel gegen TuS Lintfort (19 Uhr)
Fr., 21. 8.: 19 Uhr Heimspiel gegen die HSG Wedau (19 Uhr)
Sa., 29. 8.: Heimspiel gegen Stemmer (19 Uhr)
So., 13. 9.: Meisterschaftsauftakt gegen TSV Nord Harrislee (16 Uhr)

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