Auf der Recklinghäuser Bank ist noch jede Menge Platz

Handball: Erstes Testspiel der PSV geht mit Mini-Kader 18:23 verloren
Dreimal 20 Minuten dauerte der Testspielauftakt für die Zweitligahandballerinnen der PSV Recklinghausen. Das Ergebnis von 18:23 (6:7; 11:17) gegen die HSG Bad Wildungen spiegelt das Spiel vortrefflich wider.
Mit dem Aufsteiger aus der Süd-Staffel stellte sich am Sonntag ein spielstarker Kontrahent in der Halle Nord vor. Einer, der allerdings schon deutlich weiter scheint als die PSV. Wesentlich flinker agierten die Spielerinnen von Coach Gernot Weiss, die oft über den Gegenstoß zum Erfolg kamen. „Kein Wunder, die hatten ja auch eine volle Bank“, sagte Recklinghausens Co-Trainer Daniela Hannemann, die den urlaubenden Kai Harbach vertrat.
In der Tat konnte der heimische Zweitligist nur ein Mini-Aufgebot stellen, hatte gerade einmal zwei Feldspielerinnen zum Wechseln zur Verfügung. „Das Tempo wollten und konnten wir nicht mitgehen“, meint Hannemann, die sich dennoch vollauf zufrieden zeigte mit dem ersten Testlauf in der Vorbereitung: „Uns ging es in erster Linie darum, Laufwege der Mitspielerinnen kennenzulernen und im Spiel die neuen Spielzüge einzustudieren, was im Training nicht geht. Und da muss ich sagen, dass das schon alles hervorragend geklappt hat.“
Noch reichlich Luft nach oben sieht Bad Wildungens Trainer Weiss: „In der Abwehr haben wir solide gestanden, aber im Spiel nach vorne noch zu viele Fehler gemacht. Da ist ganz sicher noch Steigerungspotenzial vorhanden.“
Die PSV erwischte zwar mit einer 3:0-Führung (5.) den besseren Start, zeigte sich im Abschluss insgesamt aber zu unentschlossen. Bad Wildungens Torhüterin Danja Lerch und das Torgebälk standen vor allem in den zweiten 20 Minuten, die die PSV mit 5:10 verlor, einem Torerfolg allzu oft im Wege. Und wie das ist im Handball, führen solche Aktionen unweigerlich zu Gegenstößen, die die HSG zu solch frühem Zeitpunkt in der Vorbereitung mit erstaunlicher Sicherheit lief.
Im Gegensatz zur PSV. Dort hatte Daniela Hannemann ein „Pass-Verbot“ ausgesprochen. „Unsere Torhüterinnen durften heute keine langen Bälle spielen, weil wir versuchen wollten, im Spiel Sechs gegen Sechs zum Erfolg zu kommen.“ Allerdings schränke Hannemann ein: „Mit 23 Gegentreffern können wir leben, mit 18 geworfenen natürlich nicht.“
Während bei beiden Mannschaften alle eingesetzten Torhüterinnen starke Leistungen zeigten, waren bei der HSG Maria Pirvan und Christina Mihai (je 5 Tore) und bei der PSV Geburtstagskind Steffi Reinhart (ebenfalls 5; wurde gestern 29 Jahre jung) die erfolgreichsten Werferinnen.
PSV RE: Schulz, Lübbert – Saxe, Weber (4/4), Beikirch (2), Faeseke (3), Reinhart (5), Schlierkamp (1), Ißleib (1), Wellsow (2)
HSG Bad Wildungen: Lerch – Kleinmann (3), Mülhausen (2), Pirvan (5), Lorenz, Horn (2), Duknauskaite, Meyfahrt (2), Kirmse, Robben (3), Heusdens (1), Mihai (5)

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