Seitenwechsel

Als Mareike Schüllenbach, Managerin der Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen, im April 2008 mit Daniela Hannemann die erste Neuverpflichtung für die Saison 2008/09 verkündete, war die Rückraumspielerin noch als Allrounderin eingeplant. Dass sich der Begriff Allrounderin nur wenige Monate später auch auf den Trainerjob ausweiten sollte, daran verschwendete im Frühjahr 2008 niemand einen Gedanken. Knorpel- und Meniskusschäden sind im Handball an der Tagesordnung. Wenn allerdings wie im Fall von Hannemann noch ein Kreuzbandriss hinzukommt, ist das Ende der sportlichen Laufbahn so gut wie besiegelt. Spielfindungsveranstaltung - PSV Recklinghausen im Trainingslager und bei zwei Turnieren.
Nachdem die letzten Testspielergebnisse der Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen weit unter den Erwartungen ihres Trainers Kai Harbach zurückblieben, findet am kommenden Wochenende ein Trainingslager in der Sporthalle Nord in Recklinghausen statt. „Wir müssen jetzt erst einmal wieder zu unserem Spiel finden und einiges aufarbeiten”, sagt Co-Trainerin Daniela Hannemann.
Bei der Aufbauarbeit nicht mit dabei ist komplette rechte Außenbahn. Neben Christina Danhof, die vor kurzem am Knie operiert wurde, fallen nun auch Sandra Wellsow, bei der der Verdacht eines erneuten Nasenbeinbruchs besteht, und Antje Beikirch, die im letztwöchigen Testspiel ein Schlag auf die Knie bekommen hatte, aus. Fraglich, oder zumindest eingeschränkt, ist zudem der Einsatz von Miriam Schlierkamp, sie ist am vergangenen Wochenende umgeknickt, von Stefanie Reinhart, sie hat eine Mandelentzündung, und Christina Weber. Sie ist beruflich stark eingespannt.
Dennoch möchte Harbach das Wochenende wie geplant durchziehen, holt sich vielleicht Ergänzungskräfte aus der zweiten Mannschaft dazu und läutet das Trainingswochenende mit einem Testspiel gegen den Regionalligisten ETuS Wedau am Freitagabend (19 Uhr, Sporthalle Nord) ein.

Der Samstag und Sonntag beginnt jeweils mit einer Laufeinheit, Frühstück und einer Trainingseinheit, während am Nachmittag zwei Turniere auf dem Plan stehen. Am Samstag reist das Harbach-Team zum TuS Lintfort, spielt dort gegen den Gastgeber und eine niederländische Mannschaft. Am Sonntag folgt ein Turnier in Coesfeld, diesmal mit Spielen gegen zwei niederländische Teams und gegen Ausrichter und Oberligisten Coesfeld. „Samstagabend haben wir dann noch einen Mannschaftsabend um die neuen Spielerinnen weiterhin zu integrieren”, sagt Daniela Hannemann.

Für die 30jährige, deren aktive Laufbahn aufgrund der Verletzungen im November 2008 beim Spiel gegen die SG Rosengarten abrupt beendet wurde, kam dieser Schicksalsschlag viel zu früh. Sportlich gesehen stand sie gerade im Zenit ihrer aktiven Laufbahn. Dennoch blieb sie nicht lange tatenlos, suchte sich schnell eine neue Herausforderung. Sie fand sie in der Trainertätigkeit bei der PSV. Zunächst noch als Co-Co-Trainerin und jetzt nach dem Weggang von Detlef Vogt als Co-Trainerin von Kai Harbach. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Es macht mir sehr viel Spaß und die Mädels machen auch gut mit. Hinzukommt, dass es wirklich von Vorteil ist, dass man die Mädels besser kennt”, sagt Hannemann, die bereits beim TuS Hattingen eine Damenmannschaft und beim ASC Dortmund Jugendmannschaften trainiert hatte.

Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, noch einmal die Handballschuhe zu schnüren, antwortet sie mit einem klaren „Nein”. „Ich werde definitiv nicht mehr Handball spielen. Ich könnte es nicht, selbst wenn ich es wollte.” Momentan sind für die Geschäftsführerin des Remscheider Sportbundes keine sportlichen Betätigungen möglich. Nach ihrer zweiten OP im Januar, verordnete ihr der Arzt eine Schonzeit von zwölf Monaten. „Mein primäres Ziel ist dann erst einmal wieder die Sachen machen zu können, die ich außer Handball noch gerne gemacht habe wie Skifahren oder Tennis spielen.” Der aktive Handballsport ist für sie in weite Ferne gerückt. Zwar könne sie auch wieder einmal eine Woche Handball spielen, doch dann wäre das Knie schon wieder völlig ausgereizt. „Das wäre vielleicht sehr schön, aber es würde sich nicht lohnen. Der Trainerjob macht mir genauso viel Spaß. Ich finde es sehr spannend mir Übungen zu überlegen und Spielerinnen dabei zu helfen, sich zu verbessern”, sagt die Diplom-Sportwissenschaftlerin, die sich noch nicht vorstellen kann, den Trainerjob als Hauptverantwortliche auszuüben. „Da ist mir der Zeitaufwand einfach noch zu groß.”

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