PSV-Handballerinnen starten mit "Ernstfall"

Sepp Herberger sei Dank, braucht Kai Harbach nicht lange ins Phrasenbuch zu schauen. Am Sonntag zum Saisonstart der Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen gegen den TSV Nord Harrislee, gilt für den Trainer nur die eine Weisheit: Entscheidend ist auf’m Platz. „Ich gehe davon aus, dass alle Mannschaften in der Vorbereitung hart trainiert haben, alle ihre Höhen und Tiefen hatten und alle darauf brennen, dass es endlich losgeht“, sagt Harbach.
Trotzdem dürfte ausgerechnet zur Saisonpremiere schon eins der wichtigsten Spiele steigen. Harbach: „Da brauchen wir nicht lange drum herum zu reden: Ein Sieg am Sonntag ist Pflicht.“
In der Tat, denn die PSV gastiert eine Woche darauf im Derby beim SC Greven 09, wo (Achtung!) die Trauben naturgemäß hoch hängen, ehe im Heimspiel gegen Travemünde die nächste Pflicht folgt. Denn danach geht’s gleich viermal auf Reisen, unter anderem zu Vizemeister Rosengarten und nach Magdeburg. „Ein Hammer-Auftakt“, findet Harbach und steht mit dieser Einschätzung wohl nicht ganz alleine.
Da zeugt es von viel Realismus, als Saisonziel erst einmal ganz bescheiden Klassenerhalt auszugeben. „Was anderes zählt für uns erst einmal nicht.“ Die Liga, so erwartet es nicht nur der PSV-Trainer, dürfte in dieser Saison sehr ausgeglichen sein. Aus der ersten Bundesliga gab es diesmal keinen Absteiger, Meister Celle ist aufgestiegen. Schwer, wie der Fusionsklub Füchse Berlin einzuschätzen ist, schwer wie der TV Oyten, der den Wiederaufstieg geschafft hat. Enge Spiele sind zu erwarten, da entscheiden also Kleinigkeiten.
Und mit denen hatte der Trainer in der Vorbereitung ziemlich zu kämpfen. Sei es die mitunter dünne Personaldecke, sei es die schlechte Quote gerade bei freien Würfen. „Das bleibt das A und O. Wir müssen die einfachen Dinger machen“, meint Harbach. Dazu sei das Pokalspiel in Bannberscheid ein vorzüglicher Test gewesen, auch wenn der Gegner kein Zweitliga-Format besaß.
Aus dem Spiel heraus, dünkt dem Trainer, werde es ungleich schwerer. Nicht zuletzt, da die PSV über keinen wurfkräftigen Rückraum verfügt, wie ihn zum Beispiel der Gegner am Sonntag habe. Jana Lembke, in der vergangenen Saison eine der besten Werferinnen auf der halbrechten Rückraumposition, oder Lena Schulz auf halblinks stünden für gehobenes Liga-Niveau.
Da müsse sein Team die eigenen Stärken gegenstellen. Kai Harbach: „Da muss sich unsere Abwehr gegen stemmen. Im Zusammenspiel mit unseren beiden Schnappern sollte Harrislee aber zu knacken sein.“  
PSV Recklinghausen - TSV Nord Harrislee Sonntag, 16 Uhr - Halle Nord

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