PSV feiert gefühlten Sieg

Ein Handballspiel dauert 60 Minuten. Und wer wie der SC Greven 09 schon ein paar Minuten zuvor möglicherweise schon ein bisschen ans Feiern danach denkt, der wird am Ende noch bestraft.
Anne Saxe tat es am Samstag. Die Rückraumspielerin markierte die letzten vier Tore für Zweitligist PSV Recklinghausen, der nach einer packenden Begegnung noch mit einem 30:30 (16:16) im Gepäck nach Hause fuhr. Wenige Minuten vor Ende des Spiels hatte es beim Stand von 29:26 für die Gastgeberinnen noch nach dem dritten Grevener Sieg in Serie in einem Meisterschaftsspiel zwischen beiden Teams ausgesehen. Doch es kam anders. Und deshalb war nicht nur Franziska Heinz perplex. Die 36-jährige SC-Trainerin und frühere Nationalspielerin sprach von einer „gefühlten Niederlage”. Auf der anderen Seite waren die PSV-Spielerinnen samt Stab und Anhang aus dem Häuschen. Nassgeschwitzt stand Managerin Mareike Schüllenbach auf der Tribüne, begeistert vor allem von der Schlussvorstellung ihrer PSV.
„Das war eine tolle Teamleistung”, lobte auch Kai Harbach. Trotz der 30 Gegentore war der Trainer nicht zuletzt mit der Abwehrarbeit zufrieden. Grevens überdurchschnittlich guter und breit aufgestellter Rückraum ließ sich nahezu zwangläufig nicht völlig kontrollieren. Aber diesmal taten sich die Gastgeberinnen aus der zweiten Reihe weitaus schwerer als in manchen Vergleichen zuvor mit der PSV. Zu leichten Treffern über Konter kam der SC einige Male zwar schon, er nutze dabei einige schwache Abschlüsse des Kontrahenten. „Aber wir haben auch unseren Chancen über Gegenstöße bekommen und genutzt”, sagt Harbach. Aus seiner und aus Sicht des Teams war es am Ende ein gefühlter Sieg.

Von dem er sich nicht nur sportlich weitere Fortschritte, sondern auch einen spürbaren Zuschauerzuwachs erhofft. „Abgesehen vom Pokalspiel Anfang Oktober gegen Weibern spielen wir am nächsten Wochenende gegen Travemünde für lange Zeit zum letzten Mal zu Hause. Wer uns noch in diesem Jahr sehen will, der sollte eigentlich kommen”, ulkte der Coach.
Da die PSV mit der HSG Magdeburg das Heimrecht getauscht hat, tritt sie nach dem Travemünde-Spiel viermal in der Fremde an (Rosengarten, Halle, Magdeburg, Wismar) und hat dann erst wieder am 15. November gegen die HSG Stemmer-Friedewalde ihr nächstes Heimspiel.

SC Greven 09: Thiele, Werfer; Volkmer (7), Krause, Huck, Herbst, Lorenz (29, Oana (3), Everding (3), N. Stumvoll (2), Schreurs (7/3), S. Stumvol (2), Glathe, Bülau (4)
PSV Recklinghausen: Schulzt, Lübbert; Beikirch, Saxe (6/1), Wellsow, Idelberger (2), Isleib (2), Schlierkamp, Faeseke, Nückel (2), Weber (8/1), Reinhart (5), Brandes (5)
Schiedsrichter: Böhm/Rosenthal (Hamburg)
Zuschauer: 380
Stationen: 2:3 (7.), 9:7 (15.), 13.12 (23.), 16:16 (30.) – 24:20 (40.), 29:26 (55.), 30:30 (60.)

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