Die gefühlten Siegerinnen

Handball: PSV erzwingt 30:30 in Greven / Anne Saxe überragt im Schlussspurt
Ein Punkt in Greven – das hätte Recklinghausens Trainer Kai Harbach am Samstagmittag wohl sofort blind unterschrieben. Fast wäre es sogar noch zwei geworden, denn die letzte Aktion in einem spannenden, geradezu dramatischen Zweitliga-Derby gehörte der PSV.
Wenige Sekunden vor Schluss war es Anne Saxe, die beim Stande von 30:30 zum Wurf ansetzte – und mit einem Kracher gegen die Torlatte die letzte Aktion eines denkwürdigen Spiels beendete. Die Enttäuschung hielt sich in engen Grenzen, denn nicht nur Kai Harbach wusste: Der gefühlte Sieger kam aus Recklinghausen. Grevens Trainerin Franziska Heinz sprach von einer gefühlten Niederlage – weil „man die ganze Zeit führt und dann einen Punkt abgibt“.
In der Tat schien in einem zuweilen hitzigen Spiel alles auf die im Vorfeld favorisierten Grevenerinnen hinauszulaufen. Nach den jederzeit ausgeglichenen ersten 30 Minuten (5:5 11.; 10:10 20.; 16:16 zur Pause), zog der SC09 Mitte des zweiten Durchgangs erstmals leicht davon (23:20; 38.). Der wurfstarke Rückraum der Münsterländerinnen bereitete der PSV ein ums andere Mal Probleme, zudem haderte Trainer Kai Harbach mit einigen harten Siebenmeterentscheidungen, die die beiden Unparteiischen vor 600 Zuschauern in der stimmungsvollen Rönne-Sporthalle gegen die PSV verhängten.
Als Greven bis in die Schlussphase hinein den Vorsprung mit 26:23 (49.) und 29:26 (53.) wahren konnte, schien die Partie entschieden. Allerdings hatte Greven die Rechnung ohne Anne Saxe gemacht. Die Rückraumspielerin der PSV wurde am Ende zur alles entscheidenden Person auf dem Feld, denn ihr war es vorbehalten, die letzten vier Treffer für die Gäste in Folge zu erzielen. Bis auf 28:29 brachte Saxe ihre Farben heran, ehe Jenny Volkmer zum 30:28 für Greven traf.
Drei Minuten vor Schluss der erneute Anschlusstreffer durch Saxe, die auch noch die Nerven hatte, 60 Sekunden vor Schluss zum 30:30 einzunetzen. „Anne Saxe hat ein herausragendes Spiel gemacht“, befand nicht nur Kai Harbach nach einer dramatischen Schlussminute.
In der hatte zunächst Bente Bülau den Siegtreffer für Greven in der Hand, warf aber übers Tor. Etwas besser zielte Sekunden später Anne Saxe – die Latte rettete Greven.
SC Greven 09: Thiele, Werfer; Volkmer 7, Krause, Huck, Herbst, Lorenz 2, Oana 3, Everding 3, N. Stumvoll 2, Schreurs 7/3, S. Stumvol 2, Glathe, Bülau 4
 
PSV RE: Schulz, Lübbert; Beikirch, Saxe 6/1, Wellsow, Idelberger 2, Ißleib 2, Schlierkamp, Faeseke, Nückel 2, Weber 8/1, Reinhart 5, Brandes 5
 
Nächstes Heimspiel der PSV Recklinghausen: Samstag, 26. September, 19.30 Uhr gegen TSV Travemünde (SPH Nord).

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