Weibern ist nicht Greven

In dieser Saison findet die dritte Runde im Pokal des Deutschen Handball Bundes ohne die Frauen des Zweitligisten PSV Recklinghausen statt. Mit der 23:29 (14:14)-Niederlage gegen den Süd-Zweitligisten TuS Weibern musste sich das Team von Trainer Kai Harbach diesmal vorzeitig von dem Gedanken verabschieden, wieder auf einen Erstligisten zu treffen und weiter – ganz, ganz leise – auf die Teilnahme am Final-Four in Riesa zu hoffen. Weibern ist eben nicht Greven. In der Vorsaison schafften die PSV-Frauen mit einem Sieg in Greven den Einzug in Runde drei. Diesmal blieb die Überraschung aus. Ähnlich wie Greven in der Nord-Staffel und im Gegensatz zur PSV Recklinghausen gilt Weibern als fester Playoff-Kandidat. Zwar verlor die Mannschaft von Jan Reuland zwei der ersten drei Meisterschaftsspiele. Gegen die PSV Recklinghausen aber deutete es an, warum es so hoch gehandelt wird. Weibern galt/gilt als erster Aufstiegskandidat, kann sich dabei mit Elke Knooren und Elisabeth Herbst auf zwei gute Torfrauen verlassen. Dazu ist der Rückraum überdurchschnittlich gut besetzt und Reuland hat mit Anna-Maria Jaszczuk eine Spielerin, die leichte Tore aus dem Rückraum machen kann und die in der entscheidenden Phase im zweiten Abschnitt weder von Miriam Schlierkamp, noch von Sabine Nückel, noch von Juliane Faeseke zu stoppen war. PSV-Torfrau Kirsten Lübbert nahm ihr ein paar Würfe weg, hielt dazu zwei ihrer sechs Strafwürfe. Es reichte nicht, da Jaszczuk, anders als Christina Weber auf Seiten der Recklinghäuserinnen, bei der Torwurf-Verantwortung aus der zweiten Reihe nicht fast völlig allein war. Da gab es noch eine Daniela Salz, eine Jennifer Schmitt. Bei der PSV steuerte Anne Saxe drei hart erarbeitete Tore bei, blieb jedoch Stefanie Reinhart, zuletzt noch herausragend und siegbringend unterwegs, bei einem Tor.

Da nutzte es schließlich wenig, dass Lübbert glänzte und ihr Team lange damit im Spiel hielt, dass Antje Beikirch zeigte, dass sie, wenn sie fit ist, das Zeug zur Stammkraft auf Linksaußen hat, dass Faeseke traf, dass auch die vier neuen im Team, Felicia Idelberger, Sabine Nückel, Miriam Schlierkamp und Laura Ißleib bestätigten, dass sie im Team angekommen sind und mehr als sein können als Ergänzungskräfte. Anders als zuletzt war die Luft raus, als es in die letzten Minuten ging. An eine Aufholjagd dachte schon keiner mehr, als Weibern acht Minuten vor dem Ende mit 26:22 führte. Zu sicher stand das Team in der Deckung, zu sicher zeigte es sich im Abschluss.

PSV: Lübbert, Schultz – Beikirch (2), Saxe (3), Idelberger (2), Ißleib (1), Schlierkamp, Faeseke (2), Nückel (1), Weber (8/1), Reinhart (1), Brandes (3)

Weibern: Herbst, Knooren – Kils, Etheber (3), D. Salz (5), Zimmermann, Schmitt (4), S. Salz (3), Oster, Mohr (2), Kocevska, Bossart (4), Jaszczuk (8/4)

Schiedsrichter: Frank Böllhoff/Ludger Lückert (Velbert/Bedburg)

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