Auszeit zur rechten Zeit?

Frauen-Zweitligist PSV hofft, zurück in die Spur zu finden
Eine Woche Zwangspause liegt hinter den Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen. In der ersten Ferienwoche war die Halle Nord dicht. Ein Umstand, der dem Trainer normalerweise nicht in den Kram passt. Diesmal allerdings war Kai Harbach sogar gewissermaßen dankbar.

„Nach der Schruppe von Rosengarten war es sicher mal ganz gut, das Ganze einmal in Ruhe sacken zu lassen“, sagt der 44-Jährige. Doch an einer Aufarbeitung der 24:36-Niederlage kam die Mannschaft schlussendlich nicht vorbei. „Natürlich nicht“, meint Harbach, der am Dienstag die dort erkannten Defizite ansprach. Das lasche Auftreten seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte ist dem Trainer auf den Magen geschlagen. „Unser Rückzugsverhalten war teilweise katastrophal. So können wir nicht bestehen.“

Manchmal aber haben hohe Niederlagen auch etwas Heilsames. In diesem Sinne glaubt der PSV-Trainer schon, dass die Partie in Rosengarten etwas bewirken kann. „Wir spielen keinen Gegner mal eben in Grund und Boden. Wir können nur über den Kampf kommen und sind nur dann erfolgreich, wenn wir zu einhundert Prozent als Mannschaft auftreten, als eine geschlossene Einheit.“ Genau das wolle er seinen Spielerinnen vermitteln. Selbstverständlichkeiten eigentlich. Für die nähere Zukunft sind die angesprochenen Primärtugenden eines Mannschaftssports jedenfalls unbedingt vonnöten. Dreimal in Folge tritt die PSV nun in fremder Halle an. Mindestens einen Sieg hat der Trainer dabei als Vorgabe gegeben. „Um nicht sofort in der Tabelle abzurutschen.“Wann der beste Zeitpunkt ist für einen Auswärtssieg, ist dabei eigentlich ganz leicht zu bestimmen. Harbach: „Am besten gleich am Sonntag in Halle-Neustadt.“
Ein Gegner auf Augenhöhe, durchaus. Aber auch einer, dessen Vorzüge ebenfalls im Kämpferischen liegen. Vor zwei Wochen bedurfte es schon eines wahren Kraftaktes, um mit 25:24 bei Aufsteiger TV Oyten endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.
Kai Harbach hatte Halle-Neustadt vor der Saison weitaus höher auf seiner Rechnung. „Die haben sich mit zwei Spielerinnen aus der Bundesliga verstärkt und galten eigentlich als Mitfavorit auf einen der Play-off-Plätze.“ Allerdings ist die Saison noch jung, die Möglichkeiten, mit einer kleinen Serie den Anschluss an die Spitze herzustellen, damit durchaus gegeben.
Kai Harbach jedenfalls stellt sich schon mal auf eine enge und umkämpfte Partie ein. Und die einwöchige Auszeit hat der PSV-Trainer auch schon kompensiert. Gestern testete der heimische Zweitligist beim Bundesligisten Borussia Dortmund. Dort sollten nach Möglichkeit alle Spielerinnen Einsatzzeiten bekommen, darunter auch die, die zuletzt gefehlt haben. Kai Harbach: „Ich hoffe, dass wir jetzt wieder schnell in Tritt kommen.“

Union Halle-Neustadt - PSV RE
Sonntag, 16 Uhr – Uni-Sportha

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