Spannung pur beim Spiel Wismar - PSV Damen I

Handballfest an der Ostseeküste: Mit einem 30:30 (15:16) bei der TSG Wismar hat Frauenhandball-Zweitligist PSV Recklinghausen den vierten Auswärtspunkt der laufenden Saison eingefahren. 1 050 Zuschauer waren dabei Zeuge eines packenden Zweitligaspiels geworden. Das die PSV beinahe sogar noch gewonnen hätte. In der Schlusssekunde hatte es Christina Weber in den Händen, per Siebenmeter gar den Siegtreffer für die Gäste erzielen zu können.

Weber aber warf den Ball neben das Tor. „Normalerweise macht sie 90 Prozent der Strafwürfe rein“, sagt Trainer Kai Harbach, der sich aber nicht groß ärgerte. „Das war ein gerechtes Ergebnis.“ Wie erwartet, hatten die Recklinghäuserinnen große Probleme, den wurfkräftigen Rückraum der TSG unter Kontrolle zu bekommen. Top-Werferin Liudmila Yermachek drückte auch diesem Spiel ihren Stempel auf, kam am Ende wieder einmal auf 13 Tore. „Wir mussten oft offensiv raus, aber das hat sie genutzt, um den Kreis anzuspielen“, berichtet Kai Harbach. Nur gut, dass die PSV an diesem Tage ebenfalls eine Spielerin dabei hatte, die offenbar eine Menge Zielwasser getrunken hatte: Für Stefanie Reinhart standen am Ende ebenfalls respektable zwölf Tore zu Buche, wobei Reinhart sich vor allem nachdem Seitenwechsel (15:16) immer wieder gefährlich in Szene setzen konnte.

Wismar, das alle drei Heimspiele zuvor hatte gewinnen können, erwischte den besseren Start ins Spiel. Nach der höchsten Führung im gesamten Spiel (6:3; 7:4) kam die PSV besser in die Partie und konnte ausgleichen. Immer wieder wechselten fortan die Führungen, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Nachdem Yermachek mit ihrem 13. Treffer für das 30:30 gesorgt hatte, kam die PSV knapp eine Minute vor Schluss noch einmal in Überzahl in Ballbesitz. Kai Harbach nutzte diese Phase, um die Grüne Karte zu ziehen. „Ziel war es zunächst, den einen Punkt zu sichern. Wenn’s mehr werden sollte, wäre es auch gut gewesen.“ Routiniert ließ die PSV den Ball laufen, ehe Anne Saxe punktgenau die Eins-zu-eins-Situation suchte und nur mit einem Foulspiel gestoppt werden konnte. Christina Weber, die zuvor bereits zwei Strafwürfe verworfen hatte, schnappte sich den Ball. Auch Steffi Reinhart wäre eine Option gewesen. „Wer sich sicher fühlte, sollte werfen“, sagt Harbach. Lange hadern wollte der PSV-Trainer damit aber nicht. „Mit insgesamt vier Auswärtspunkten haben wir unser Ziel erreicht“, sagt der Übungsleiter, der sich jetzt darauf freut, am nächsten Sonntag endlich wieder in eigener Halle anzutreten. „Ich hoffe, die Leute wollen uns auch mal wieder sehen und es kommen einige Zuschauer.“ Dafür könnte schon der nächste Gegner sorgen. Die HSG Stemmer/Friedewalde, bis zum Wochenende das Liga-Schlusslicht, gab nämlich am Samstag ein starkes Lebenszeichen von sich, als die Mannschaft den ungeschlagenen Tabellenführer SG Rosengarten 29:28 entzauberte.

TSG Wismar:
Yermachek (13), Kühne (6), Hipler (4), Laas (3), Kollecker (1), Oldendorf (1), Ernst (1), Möller (1)

PSV Recklinghausen:
Lübbert, Schultz – Reinhart (12), Weber (9), Saxe (4), Beikirch (2), Brandes (2), Schlierkamp (1), Faeseke, Idelberger, Ißleib, Danhof, Wellsow

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...