Wieder ein Unentschieden - PSV gegen Stemmer 24:24

Wer wohl das nächste Mal antritt, wenn die PSV kurz vor Toreschluss mit einem Wurf von der Siebenmeter-Marke alles zum Guten wenden kann? Christina Weber vielleicht? Die hatte vor einer Woche in Wismar den Ball beim Stand von 30:30 eine Sekunde vor dem Ende am Tor vorbei geworfen.

Oder doch Stefanie Reinhart? Gestern, gegen die HSG Stemmer, übernahm die Rückraum-Kraft, bis dahin ohne Fehl und Tadel, das Spielgerät und die Verantwortung. 24:24 lautete das Ergebnis eine halbe Minute vor Schluss. Reinharts mächtiger Wurf traf – nur ans Querholz. Bibbern bis zum Abpfiff war daraufhin angesagt. Erst recht, als Gästetrainer Rainer Niemeyer 13 Sekunden vor dem Ende noch eine Auszeit für die HSG nahm. Den richtigen Dreh, wie die PSV-Abwehr noch auszuhebeln war, fand er dabei zum Glück nicht. Ein matter Wurf in Recklinghäuser Abwehrarme – das war’s vor 250 Zuschauern in der Halle Nord. Vermutlich waren die Spielerinnen aus Ostwestfalen so froh über Reinharts Lattenknaller, dass sie die Partie schon erleichtert abgehakt hatten. „Wir haben uns heute nicht abschütteln lassen“, freute sich Trainer Niemeyer hinterher. „Das Remis ist wie ein Sieg für uns.“ Immerhin, das 24:24 bescherte Stemmer/Friedewalde den ersten Auswärtspunkt der Saison.

Für die PSV dagegen bedeutete das Resultat bereits das vierte Unentschieden in der 2. Bundesliga. PSV-Trainer Kai Harbach nahm seiner verhinderten Schützin den Wurf aber keinesfalls krumm. „Kein Vorwurf an Stefanie. Der Siebenmeter war heute auch gar nicht entscheidend.“ Seine Spielerinnen, fand Übungsleiter Harbach, hätten die Begegnung schon vorher für sich entscheiden können. Zur Pause noch deutete alles auf den dritten Recklinghäuser Saisonerfolg hin. Über 4:1 und 8:4 hatten die Gastgeberinnen eine verdiente 15:12-Halbzeitführung herausgespielt. Bald nach Wiederanpfiff aber schmolz der Vorsprung dahin. Was vor allem an der nun schlechteren Trefferquote der PSV-Damen lag, die Pech mit Pfostentreffern hatten, das Tor ganz verfehlten oder aber an Stephanie Pödtke scheiterten. Die Mindener Torfrau hielt ihre Mannschaft durch viele gute Paraden im Spiel. „Da haben wir drei, vier ganz klare Chancen liegen lassen“, monierte PSV-Trainer Kai Harbach. „Und dann hat sich gezeigt, dass eine Drei-Tore-Führung eben nichts ist im Handball.“ 13 Minuten vor dem Ende glichen die Gäste aus, in der 49. Minute schaffte die HSG Stemmer/Friedewalde gar eine 20:21-Führung – und bei der PSV begann das Zittern. Immerhin: Harbachs Team hielt in der nun völlig ausgeglichenen Schlussphase entschlossen dagegen. Und wäre 30 Sekunden vor dem Ende dafür auch fast noch belohnt worden.

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