PSV Recklinghausen - die Punkteteilerinnen

Kira Brandes. Foto: Joachim Kleine-Büning (WAZ FotoPool)Beim Auswärtsspiel der PSV Recklinghausen bei der TSG Wismar hatte Christina Weber mit einem Strafwurf die Chance auf den Sieg. Sie vergab. Endstand: 30:30. Beim Heimspiel gegen die HSG Stemmer/Friedewalde bot sich Stefanie Reinhart mit einem Strafwurf die Chance zur vielleicht entscheidenden Führung. Auch sie vergab. Von der Latte flog der Ball an die Hallendecke. Endstand: 24:24.

Erneut schaffte das Team von Trainer Kai Harbach keinen Sieg. Es war das bereits vierte Remis der Saison. Die PSV-Frauen sind die Punkteteilerinnen. Erneut verpasste sie es somit, sich für eine gute Vorstellung zu belohnen und sich weiter von den Abstiegsrängen und damit auch Stemmer zu entfernen. Es geht eng zu in der 2. Liga Nord. So eng, dass die PSV-Frauen bei einem Sieg in Greifnähe der Play-Off-Plätze gewesen wären. Möglich war es. Weil Iris Schultz so hielt, wie sie ihren Namen buchstabiert. „Schultz, mit einem tz wie Tür zu.” Sie machte oft die Tür zu gegen Stemmer, war Rückhalt und damit Motivatorin. Immer, wenn Stemmer aufkam, ausglich, hielt Schultz und gab ihrem Team die Chance, wieder selber in Führung zu gehen.

Dass es dennoch nicht zum Sieg reichte, lag daran, dass die PSV-Frauen Mitte des zweiten Durchgangs zu viele Chancen liegen ließen. Stefanie Reinhart scheiterte am Pfosten, Christina Weber vom Siebenmeterpunkt ebenso am Gebälk, Miriam Schlierkamp mehrfach an Stemmers Torfrau Stephanie Pödtke. Statt 20:16 oder sogar 21:16 hieß es nur 17:16. Stemmer ließ sich nicht mehr richtig abschütteln und zeigte, dass der Sieg gegen den Spitzenreiter Rosengarten keine Eintagsfliege, sondern eher eine große Motivationsspritze war. Zu keiner Phase war zu erkennen, dass da ein Team spielt, das mit zwei deftigen Pleiten in die Saison gestartet war und sich wie in der Vorsaison im Tabellenkeller einzunisten schien. Die Stemmer in der Saison 2009/2010 ist deutlich stärker, kompakter als in der Vorsaison.

Die PSV Recklinghausen dagegen läuft aufgrund der Häufigkeit der Punkteteilungen auf der Stelle, zeigt sich zu wechselhaft. Auch wenn mit Miriam Schlierkamp und Laura Ißleib gegen Stemmer zwei der neuen Spielerinnen Akzente setzten und zeigten, dass sie angekommen sind. Ißleib in der Abwehr, um Christina Weber die nötigen Auszeiten zu geben. Schlierkamp in Abwehr und Angriff, da mit Sabine Nückel die etatmäßige Kreisläuferin länger ausfällt. Wie in Wismar warf sie wichtige Tore, schuf Räume, verwarf aber eben auch.

So war und blieb es ein umkämpftes Spiel mit hohem Tempo, in dem die PSV-Frauen ständig in Führung lagen. Teilweise mit vier, mehrfach mit drei Toren, zumeist allerdings nur mit einem Tor. Bis zur 53. Minute. Da ging Stemmer das erste und auch einzige Mal durch Elisabeth Haskamp in Führung. Beim 22:21 schien das Spiel endgültig zu kippen, schien Stemmers offensive Deckung endgültig, nachhaltig Wirkung zu zeigen. Dass die PSV-Frauen jedoch dran blieben, nachlegten, ihrerseits durch Anne Saxe wieder in Führung gingen und ihrerseits den Sieg durch Reinhart hätten erzielen können, spricht für sich und die Tatsache, dass die PSV-Frauen in dieser Spielzeit wissen, wie Unentschieden geht.

PSV: Schultz, Lübbert - Saxe (1), Wellsow (2), Idelberger, Ißleib, Schlierkamp (4), Faeseke, Weber (7/1), Reinhart (4/2), Brandes (4)

Stemmer: Pödtke, Möller - Petereit (1), Grüning (6), Ende, Ziercke (10/5), Viering (2), Oebke, Haskamp (4), Frank (1), Wendt

Schiedsrichter: Jürgen Aniol/Udo Boeken (Düsseldorf/Viersen)

Zuschauer: 254

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