Locker bleiben - PSV Damen in Berlin

Die Fahrten nach Berlin sind für die Spielerinnen des Handball-Zweitligisten PSV Recklinghausen eigentlich immer ein Erlebnis. Bislang. Anders als in den Vorjahren hat Berlin nicht für den Samstag, sondern kurzfristig für den Sonntag eingeladen (16 Uhr). Mit Samstag anreisen, spielen und den Rest-Samstag und den Sonntag noch für Sight-seeing in der Bundeshauptstadt nutzen, wird es deshalb nichts für das Team von Trainer Kai Harbach. Der findet dann auch klare Worte für diese Spielverlegung. „Das ist optimal Scheiße. Wir fahren am Sonntag um sechs Uhr los und kommen nach Mitternacht wieder. Das ist eine lange Tour.” Die obendrein zu den sportlich schwierigsten gehört. Bereits vor der Saison hat sich Harbach festgelegt, hat mit Rosengarten, Halle-Neustadt, Greven und eben Berlin die vier Teams ausgemacht, die am Ende die Play-Off-Plätze belegen werden. „Die Tabelle gibt mir recht. Diese Teams machen das unter sich aus.” Berlin, in der Vorsaison noch hinter Recklinghausen platziert, hat diese Position auch durch die Personalpolitik inne. Vier Spielerinnen sind zum Team dazu gekommen. Manja Görl von der SG Handball Rosengarten, Therese Nesseth Tørlen, Sandra Woycieszack und Julia Hellmann, allesamt vom SC Markranstädt. „Das ist eine Menge Qualität”, sagt Harbach und leitet daraus auch sein Motto für die Fahrt ab. „Locker bleiben. Wir sind Außenseiter.” Kein chancenloser indes. „An einem guten Tag können wir jeden schlagen”, sagt Harbach, bei dem das vor diesem Spieltag jedoch mehr Hoffnung als Gewissheit scheint. Aufgrund von Krankheit und/oder beruflichen Verpflichtungen hat er dieser Tage selten mehr als sechs Spielerinnen beim Training. „Das ist nicht gut”, sagt er deshalb und weiß, dass sich das erst später in der Saison richtig negativ auswirken kann. Noch haben die Spielerinnen Substanz, kann auch eine Christina Weber, die es momentan nur einmal zum Training schafft, von der Vorbereitung zehren. Immerhin sind bis auf Sabine Nückel und Christina Danhof alle Spielerinnen fit und dabei. Das gibt Harbach zumindest Wechsel-Alternativen.

Dass sein Team nach fünf Auswärts- und erst drei Heimspielen 8:8 Punkte hat, sorgt zusätzlich für Entspannung bei ihm und bei den Berliner Verantwortlichen für eine gehörige Portion Respekt. So wird das Spiel gegen die PSV mit dem Slogan angekündigt, „den Ruhrpott knacken”. Als ob die Region ein Schalentier wäre. Harbach hätte nichts dagegen, wenn sich sein Team in Berlin als schwer verdaulich und im besten Falle sogar als unknackbar erweisen würde. Wobei Harbach dann noch einen Wunsch hat. Nach dem sein Team zuletzt zweimal durch einen verworfenen Siebenmeter einen Sieg verpasst hatte, hofft er darauf, dass es diesmal nicht zu einer finalen Strafwurfentscheidung kommt. „Das soll sich nicht in den Köpfen festsetzen.”

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