Individuelle Klasse schlägt Kollektiv

Zweitligist PSV schnuppert in Berlin lange an einer Überraschung
Das Ergebnis liest sich wie das allseits erwartete Resultat. Frauenhandball-Zweitligist PSV Recklinghausen unterliegt bei den Füchsen Berlin mit 22:25 (12:11) Toren.
So wird dieses Spiel auch in die Statistik eingehen. Was das Resultat aber nicht aussagt: 48 Minuten lang stand die PSV dicht vor eine faustdicken Überraschung. Bis zum 20:20 hielten die Recklinghäuserinnen das Spiel bei den in eigener Halle noch ungeschlagenen Berlinerinnen offen. „Dann hat sich die individuelle Klasse Berlins durchgesetzt“, meint PSV-Trainer Kai Harbach.
Allen voran Sandra Woyciesczak (vier Tore) und Franziska Müller, die von ihren zehn Treffern gleich vier in den letzten elf Minuten markierte, entschieden die Begegnung quasi im Alleingang.
„Das ist ärgerlich“, so Kai Harbach. „Wir hatten die beiden eigentlich immer gut im Griff. Überhaupt haben wir defensiv wieder ein richtig gutes Spiel gemacht, standen im Kollektiv sehr gut. Wir sind aber unterm Strich an unserer fehlenden Durchschlagskraft gescheitert.“
Recklinghausen hielt die Begegnung zu jeder Zeit offen. Auch einen Drei-Tore-Rückstand (3:6; 10. und 7:10; 23.) steckte die PSV weg. Entscheidend abgesetzt hatte sich lange Zeit keins der beiden Teams.
Nach dem Seitenwechsel erspielten sich zunächst die Recklinghäuserinnen leichte Vorteile. Nach 42 Minuten führte die PSV 17:15, nach 45 Minuten 19:17. „Da haben wir es versäumt nachzulegen“, meint Kai Harbach. Der ist sich sicher: Eine Drei- oder gar Vier-Tore-Führung hätte Berlin nicht so leicht weggesteckt. So aber wendeten die „Füchse“ das Blatt nach und nach.
Bezeichnend für die Schlussphase: Über sieben Minuten waren zu spielen, als sich Berlin auf 24:21 absetzen konnte. Eigentlich genug Zeit, um mehrere Erfolg versprechende Angriffe zu starten. Während die PSV-Deckung mit einer starken Iris Schulz dahinter weiter vorbildlich stand, steckte im Angriffsspiel der Wurm. Fast fünf Minuten wollte auf keiner Seite ein Tor fallen. Das nächste, das fiel, war bezeichnenderweise das 25:21 für Berlin (58.).
„In Berlin kann man verlieren. Wenn man bedenkt, dass andere Mannschaften hier weitaus schlechter ausgesehen haben, war das in Ordnung. Zumal wir ein gutes Spiel gezeigt haben“, sagte Kai Harbach, ehe er sich mit dem PSV-Tross auf die weite Heimreise machte. Für Recklinghausen war’s bereits das sechste Auswärtsspiel der laufenden Saison. Deshalb bleibe er auch weiter gelassen, wie Kai Harbach versicherte: „Wir haben alle Möglichkeiten, in unseren Heimspielen wieder etwas für die Tabelle zu tun.“
PSV RE: Schulz, Lübbert – Beikirch, Saxe 2, Wellsow, Idelberger, Issleib 1, Schlierkamp 1, Faeseke, Weber 10/5, Reinhart 7/3, Brandes 1

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