Trainer Harbach reicht seinen Rücktritt ein

Kai Harbach, Trainer der Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Seine Nachfolgerin steht bereits fest: Ex-Spielerin und Co-Trainer Daniela Hannemann übernimmt.

Es ist nicht so, dass Mareike Schüllenbach aus allen Wolken fiel. Schließlich wusste auch die Teammanagerin, dass die Zusammenarbeit zwischen Trainer Kai Harbach und Teilen seines Teams nicht reibungslos lief. „Aber dass Kai jetzt zurücktreten würde, das war für mich in keiner Weise absehbar.“ Kai Harbach versichert, dass die Gründe für seine Demission nicht sportlicher Natur seien. „Die Karre steckt ja sportlich nicht im Dreck. Die Mannschaft hat in der Rückrunde noch acht Heimspiele. Es ist ein gefestigtes Team, das den Klassenerhalt ganz sicher schaffen wird.“ Ausschließlich atmosphärische Störungen hätten ihn dazu veranlasst, zwei Begegnungen vor der Weihnachtspause seinen Dienst beim Zweit-Bundesligisten zu quittieren. Harbach führt „Dispute“ mit wichtigen Spielerinnen des Kaders an. „Wenn ich ‚grün‘ sage und andere sagen dann aus Prinzip ‚rot‘, ist das auf Dauer für den Betrieb sehr störend“, sagt Harbach. „Ich verbringe einen großen Teil meiner Freizeit mit dem Team. Die Voraussetzung ist, dass man mit Spaß bei der Sache ist.“ Den habe er zuletzt aber vermisst. Sich in dem Konflikt durchzusetzen, sei für ihn nicht in Frage gekommen. „Letztendlich sind die Spielerinnen für den Verein wichtiger als der Trainer. Deshalb ist es besser, dass ich den Weg freimache“, so der Coach. Bei der PSV hat man die Entscheidung respektiert. „Kai hat sich fair verhalten und eine verantwortungsbewusste Entscheidung getroffen“, sagt Teammanagerin Mareike Schüllenbach. „So ist es ein sauberer Schnitt.“

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