PSV Damen siegen in Rostock

Mit Daniela Hannemann kehrt das Glück zurück zur PSV Recklinghausen. Es war nichts für schwache Nerven, umso lauter entlud sich nach Spielschluss der Jubel auf Recklinghäuser Seite. Mit einem 19:17 (11:9)-Erfolg bei Schlusslicht Rostocker HC ist Frauenhandball-Zweitligist PSV Recklinghausen zurück in die Erfolgsspur gekehrt.

Daniela Hannemann feierte damit eine gelungene Premiere als verantwortliche Trainerin und war am Ende natürlich dem entsprechend glücklich. „Endlich sind wir für unseren Kampf belohnt worden. Heute hatten wir das Quäntchen mehr in die Waagschale geworfen, was man braucht, um solch ein Spiel zu gewinnen.“ Die Gastgeberinnen standen bereits vor der Partie mit dem Rücken an der Wand.
Eine weitere Niederlage und die Alarmglocken würden immer lauter schrillen. Rostock hatte unter der Woche noch personell nachgelegt und per Zweitspielrecht die beim Erstligisten SVG Celle unter Vertrag stehende Torfrau Antje Lenz verpflichtet. „Das ist schon ein anderes Kaliber“, meinte Daniela Hannemann.
Wenn sich allerdings auf Seiten der PSV um eine Position niemand Gedanken machen muss, dann um die des Torhüters. Hier ist Recklinghausen ebenfalls überdurchschnittlich besetzt, wie sich am Ende noch zeigen sollte. Vor 250 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine harte und sehr umkämpfte Partie. „Die Schiedsrichter haben sehr viel zugelassen. Das war nicht schön, sondern schon ganz schön hart“, berichtet Hannemann.
Eine Leidtragende war Miriam Schlierkamp, die mit einer blutenden Nase Mitte des Spiels hinaus musste. Die Zwangsumstellungen im Recklinghäuser Team behagten nicht. „Anne Saxe musste an den Kreis, fehlte uns damit im Rückraum, wo wir doch sehr viele Probleme hatten, uns gegen die groß gewachsenen Rostockerinnen durchzusetzen“, berichtet die Trainerin. So kam es, dass die PSV eine Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit (11:9) verspielte.
Der Zwischenstand von 13:16 aus Sicht der PSV sprach Bände. „Fast 20 Minuten haben wir kein Tor erzielt, haben uns wieder viele technische Fehler erlaubt“, sagt die Trainerin. Bis in die Schlussphase hinein schien es, als ob die PSV die Heimfahrt abermals als Verlierer antreten müsste.
In der 58. Minute lag Recklinghausen 16:17 hinten und mit Steffi Reinhart (52.; Rot nach drei Zeitstrafen) saß eine wurfkräftige Rückraumkraft bereits auf der Tribüne.
Daniela Hannemann: „Trotz der vielen Fehler haben wir am Ende volles Risiko gespielt.“ Und diese Risikofreude sollte belohnt werden. Im PSV-Tor fischte Iris Schulz in der Schlussphase ein paar ganz wichtige Bälle.
Antje Beikirch per Tempogegenstoß und die starke Christina Weber mit einem sehenswerten Wurf in den Winkel drehten das Spiel, in dem der PSV in Überzahl am Ende der erlösende Treffer zum 19:17 gelang. „Das war von unserer Seite aus ein großartiges Kampfspiel“, befand die Trainerin.

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...