Die hohe Kunst der Team-Zusammenführung

Recklinghausen. Als die Handballerinnen der PSV Recklinghausen zum ersten Mal den Aufstieg in die 2. Bundesliga schafften, war alles neu und ungewohnt. Jetzt, nach dem freiwilligen Rückzug aus der 2. Liga gilt das wieder.

Das Team, das jetzt wieder von Frauke Korfsmeier und Sandra Mroz trainiert wird, spielt ab September in der 3. Liga. Dass da alles noch einmal neuer und ungewohnter ist, ist klar. Die 3. Liga wird zum ersten Mal ausgespielt.

Mroz, Korfsmeier und ihr Team haben inzwischen mit der Vorbereitung begonnen. Koordination steht derzeit auf dem Trainingsplan ganz oben. Ebenso wichtig aber ist während der kommenden Wochen neben diesem Trainingsinhalt, der Verbesserung der Kondition und der Kraft die Team-Zusammenführung. Das Trainerinnenduo muss aus einem erfahrenem Sextett und viel jungem Gemüse eine Mannschaft formen, die sich möglichst schnell in der neuen Umgebung zurecht finden soll. „Der Aufstieg ist kein Thema“, sagt Mroz. „Damit würden wir uns erst beschäftigen, wenn es soweit sein sollte. Der Abstieg soll es aber auch nicht sein.“

Das ist kaum zu erwarten. Auch wenn Mroz davor warnt, den Fehler zumachen, die Möglichkeiten nach den guten Namen der erfahrenen PSV-Spielerinnen zu bewerten. Mit Antje Beikirch, Sandra Wellsow, Stefanie Reinhart, Anne Saxe, Christina Weber und Iris Schultz haben Mroz/Korfsmeier eine erste Sechs, die über viele Jahre in der 2. Bundesliga gute Ergebnisse ablieferte. Genau das aber ist der Grund, warum Mroz den Zeigefinger hebt. „Dass die Mädels Handball spielen können steht außer Frage. Aber sie werden eben auch älter. Iris Schultz wird zum Beispiel in diesem Jahr 40. Jedes Spiel auf hohem Niveau durchzuspielen wird immer schwieriger.“

Also sind die Nachwuchskräfte gefordert. Neun junge Spielerinnen werten den Kader zunächst einmal quantitativ auf. Zwei Talente kommen von Teutonia Riemke, zwei von der A-Jugend des Bundesligisten Borussia Dortmund. „Wir müssen die richtige Mischung finden“, sagt Mroz „und zudem die Liga im Auge behalten. Dass wir gegen Kirchhof und Kleenheim anfangen, passt uns gar nicht so gut ins Konzept. Beide haben eine Zweitliga-Referenz. Wenn wir da nicht aufpassen, können wir da auch klar und deutlich verlieren.“

Bei so vielen Unbekannten sind sich Mroz/Korfsmeier in einer Sache aber ganz sicher. „Uns fehlt weiterhin eine Spielerin, die einfach hochsteigt, wirft und trifft. Also kann es für uns weiterhin nur darum gehen, möglichst schnell nach vorne zu kommen und einfache Tore zu werfen.“
 

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