Erste Standortbestimmung für die PSV

„Es gibt noch viel zu tun.“ Das Fazit des PSV-Trainerduos Sandra Mroz und Frauke Korfsmeier fiel nach der 22:26-Niederlage ihres Drittliga-Teams gegen den TV Beyeröhde in der ersten Runde des DHB-Pokals recht nüchtern aus.

„Wir wollten dieses erste Pflichtspiel für eine Standortbestimmung nutzen. Schließlich spielen wir gegen Beyeröhde ja auch in der Liga. Jetzt wissen wir auch endlich, wo wir stehen. Die dritte Liga ist für uns eine absolut unbekannte Größe“, so Mroz, die das Ausscheiden aus dem DHB-Pokal lediglich als Randnotiz vernahm.

Schon zu Beginn agierten beide Teams sichtlich nervös und gingen zunächst einmal auf Tuchfühlung, ehe Sandra Münch in der sechsten Minute das 1:0 für den TV markieren konnte. Erst in der achten Minute fasste sich auf Seiten der PSV Christina Weber von der Mittelposition ein Herz, setzte den Ball in den rechten Winkel und leitete damit einen PSV-Torreigen ein. Trotz zahlreicher technischer Fehler konnten sich die Gastgeberinnen bis zur Halbzeit auf 11:8 absetzen, weil sich die Wuppertalerinnen ebenfalls unzählige Fehlwürfe und Abspielfehler leisteten. Trainerin Mroz konnte mit der ersten Halbzeit dennoch nicht zufrieden sein: „Wir haben es nicht geschafft, genug Druck zu machen und haben stattdessen immer unnötig den Ball verloren.“

Nach dem Seitenwechsel schien es zunächst so, als ob die Gastgeberinnen den TV auf Abstand halten könnten. Allerdings konnte der TV seine Fehlerquote nun reduzieren, während die PSV weiterhin ballunsicher agierte. Weitere Ballverluste und technische Fehler luden die Wuppertalerinnen immer wieder zu Tempogegenstößen ein, so dass sie zehn Minuten vor Schluss wieder in Führung (17:18) gehen konnten. „Der TV hat aus dem Spiel heraus kein Tor erzielt. Immer nur durch Tempogegenstöße, die wir ihnen recht einfach gemacht haben“, so eine verärgerte Mroz weiter, „anfangs waren wir noch gesammelt, aber hinterher lief gar nichts mehr zusammen.“

Zwar konnte die PSV in der 57.Minute durch Stefanie Reinhart noch einmal zum 21:21 ausgleichen, doch die Freude war nicht von langer Dauer. Im direkten Gegenzug konnte Beyeröhde wieder in Führung gehen und diese nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Christina Weber weiter ausbauen. Dabei zeigten sowohl Iris Schultz in der ersten Halbzeit, als auch Leonie Bansberg in der zweiten, immer wieder starke Aktionen zwischen den PSV-Pfosten. Doch gegen die unzähligen Tempogegenstöße waren auch sie hilflos.

„Es wurde heute mal wieder klar, dass wir nicht so eingespielt sind, wie in den letzten Jahren. Aber da müssen wir jetzt durch und die jungen, neuen Spielerinnen einbinden. Heute haben sich aber alle einmal die eine oder andere Auszeit genommen“, so Mroz, dessen Team sich wohl erst noch auf die neuen Konstellationen einstellen muss. Schließlich stellte das Pokalspiel klar heraus, dass die Hauptlast des Spiels noch weiterhin auf den alten Kräften wie Christina Weber und Stefanie Reinhart liegt.

Recklinghausen: Schultz, Bansberg - Saxe (1), Wellsow (2), Stanclik (1), Brühan, Vollmann (2), Weber (6/1), Beikirch, Reinhart (7/2), Thoms (1), Niang (2), Schriewer

Beyeröhde: Bonna, Hermann - Krause, Nückel (1), Schwab (1), Grzegorczyk (1), Wojtowicz (1), M. Münch (4), S. Münch (6/1), Bensch (2), Gürdere (5), Butzen (3), Adams (2)

Schiedsrichter: Reichert/Schnitzler

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