PSV Frauen feiern Sieg über Kleenheim

Sonntagnachmittag, 17.09 Uhr, Halle Nord in Recklinghausen: Es gibt Dinge, die müssen einfach sein. Da zählen keine Angst und keine Schmerzen, auch nicht bei einem körperbetonten Spiel wie dem Handball.
Anne Saxe, für die am vergangenen Wochenende das Auswärtsspiel in Kirchhof mit einer klaffenden Platzwunde am Kinn in der Ambulanzstation eines Krankenhauses geendet war, betritt das Spielfeld. Und „Säxi“ ist es dann auch, die ein Zeichen setzt.

Eins, das ihre Mitspielerinnen verstehen. Der Frauen-Drittligist PSV Recklinghausen fährt die ersten Saison-Punkte ein. 35:32 (14:12) endet die Partie, und das Schönste neben den Punkten war: In den zweiten 30 Minuten zeigte die PSV richtig guten Handball. So groß der Jubel mit der Schlusssirene war, so recht freuen wollte sich das Trainerinnen-Duo Frauke Korfsmeier/Sandra Mroz dann aber doch nicht.
Da war zum einen der Gegner, den das Duo weitaus stärker erwartet hatte. „Kirchhof war im Schnitt einen Kopf größer und zehn Kilo schwerer. Die hingen dann auch richtig im Arm“, befand Frauke Korfsmeier. Ohnehin hat ihre Kollegin Sandra Mroz beim Blick auf die übrigen Ergebnisse bereits ausgemacht: „Offenbar tun sich alle Mannschaften in dieser Liga auswärts immer schwer.“ Umso ärgerlicher, dass die PSV nicht schon mit dem Anwurf weg für klare Verhältnisse sorgte.
Zehn, zwölf Fehlversuche zählte Sandra Mroz alleine in den ersten 30 Minuten – „und zwar nicht irgendwelche halbgaren Würfe, sondern klare Dinger“, wie die Trainerin moserte. Nachdem Kleenheim in der achten Minute zum 2:4 getroffen hatte und Recklinghausen neben Fehlwürfen auch eine Reihe technischer Fehler unterlaufen waren, musste also das letzte Mittel her.
Anne Saxe, mit Pflastern am Kinn sichtlich gezeichnet, zudem grippegeschwächt, kam nun doch aufs Feld. „Nur, wenn absolute Not ist“, hatte die Rückraumwerferin vor dem Spiel noch über ihre Einsatzchancen geurteilt. Aus dem (inoffiziellen) Spielbericht für die Presse war ihr Name bereits gestrichen worden, als die Not dann doch so groß wurde, dass Saxe nun also doch ran musste.
Und es wirkte. Nach 22 Minuten erstmals der Ausgleich durch Christina Weber (9:9), in der 27. Minute die erste Führung für die Gastgeberinnen durch Steffi Reinhart (12:11). Das gab Sicherheit in den Aktionen nach vorne, auch wenn die PSV-Torleute nach dem Wechsel ihre liebe Mühe mit Rechtsaußen Anna-Lena Leib hatten, die nach Belieben traf und Kleenheim im Spiel hielt.
Vorne aber spielte die PSV nun flüssiger auf, druckvoller sowieso. „Sobald wir das Tempo angezogen haben, war der Gegner überfordert“, meinte Frauke Korfsmeier. Einmal noch drehte Kleenheim die Partie (17:18; 39.), dann war wieder die PSV am Zuge. Nach dem 23:21 durch Maria Stanclik (45.) gab Recklinghausen die Führung nicht mehr aus den Händen und das Trainerinnen-Duo war wieder versöhnlich gestimmt: „Was man der Mannschaft zugute halten muss, ist, dass sie immer dagegen gehalten hat selbst als es nicht lief. Aber es ändert nichts: Da ist noch reichlich Luft nach oben“, meinte Sandra Mroz.

Recklinghausen:  Schultz, Bansberg, Steinhaus – Beikirch, Saxe (4), Schriewer, Wellsow (4), Stanclik (3), Brühan, Vollmann (1), Weber (12/6), Reinhart (8/1), Thoms, Niang (3)

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