Wellsow will Samstag doppelt feiern

Dauerbrenner bei der PSV Recklinghausen gibt es einige. Wie Iris Schultz, die seit mittlerweile 19(!) Jahren im Recklinghäuser Norden das Tor hütet. Oder aber der Rückraum mit Steffi Reinhart, Anne Saxe und natürlich Christina Weber, die am Saisonende im übrigen mal wieder die beste Werferin der PSV sein wird.
Und da gibt es noch bei den „Alten“ die Beiden auf der Linksaußenposition, Antje Beikirch und Sandra Wellsow. Vor Sandra Wellsow zieht nicht nur Trainerin Sandra Mroz ihren imaginären Hut: „Sie ist fast so alt wie ich und treibt immer noch auf ganz hohem Niveau Sport. Meine Hochachtung!“

36 Jahre jung wird Sandra Wellsow just am heutigen Samstag. Ausgerechnet zum Wiegenfest hat sich passenderweise zum letzten Saison-Heimspiel in der Halle Nord Meister Roude Leiw Bascharage ankündigt. Ein Gläschen wird’s auf jeden Fall geben, vielleicht sogar zwei: eins auf Wellsows 36., eins auf einen Sieg der PSV. Sandra Wellsow: „Bei Bascharage hängt immer viel davon ab, ob die Alten Lust haben, die Auswärtsspiele mitzumachen. Bei uns ist das keine Frage: da müssen die Alten sowieso. Das heißt natürlich auch: die Alten wollen auch immer spielen.“

Rückzug aus der 2. Liga schmerzte

Ehrgeizig ist die Zahntechnikerin auch im reifen Handballerinnen-Alter. So ehrgeizig, dass es beinahe keine vierte Saison bei der PSV gegeben hätte. „Als es im letzten Jahr hieß, wir ziehen uns aus der 2. Liga zurück, hatte ich schon überlegt, den Verein zu verlassen. Das war ein echtes Tief für mich. Denn das Erlebnis 2. Liga wollte ich eigentlich so lange wie möglich genießen.“
Warum Sandra Wellsow geblieben ist und warum sie auch in der neuen Saison bleiben wird, liegt aber auf der Hand: „Alle hier sind so lieb: Ich konnte die Mädels doch nicht so einfach im Stich lassen. Aber im ernst: Im Nachhinein war die 3. Liga die richtige Entscheidung. Diese Saison hat wieder Spaß gemacht.“
Es war eine Spielzeit, in der Sandra Wellsow zu ungewohnten Ehren kam. Zeitweilig durfte die Außenspielerin im Rückraum aushelfen. „Hätten wir das große Verletzungspech nicht gehabt, wäre es dazu wohl nicht gekommen“, sagt sie. „Spaß gemacht hat’s aber durchaus.“

Und der Spaß, da ist sich die Essenerin sicher, wird in Zukunft sogar noch steigen. „Ich denke, dass wir vielen Mannschaften jetzt ein Jahr voraus sind“, sagt die Außenspielerin. Der Umbruch, den die PSV vor Saisonbeginn eingeleitet hatte, sei erfolgreich gewesen. Auch dank des Trainerinnengespanns Sandra Mroz/Frauke Korfsmeier.
„Beide sind ein wesentlicher Grund dafür, dass es so gut geklappt hat.“ Was beide auszeichne?
Wellsow: „Ein qualitativ hochwertiges Training und ihr Gespür zu erkennen, wann es im Training locker zugehen darf und wann sie uns scheuchen müssen.“

"Ein Jahr mehr oder weniger ist nicht entscheidend" 

Dass Mroz/Korfsmeier frühzeitig signalisiert haben, auch in der neuen Spielzeit an verantwortlicher Stelle zu bleiben, habe ihre eigene Entscheidung, zu bleiben, mit Sicherheit ebenfalls gefördert.
Auch wenn Sandra Wellsow mit 36 nun zu den erfahrensten Kräften in der ganzen Liga zählt. „Das ist für mich nicht das Problem“, sagt sie dann. „Ich bin in einem Alter, wo ein Jahr mehr oder weniger nicht so entscheidend ist.“

PSV Recklinghausen - Roude Leiw Bascharage
Sa., 17 Uhr – Halle Nord

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