Ungewohnt viel Freizeit

Viele Jahre war es Mareike Schüllenbach gewohnt, dass jetzt ihre Arbeit beginnt. Die Saison war gerade vorbei, Gespräche mit neuen Spielerinnen mussten geführt werden. Für die Managerin der Handballerinnen der PSV Recklinghausen war das über viele Spielzeiten der Normalfall. In diesem Jahr aber hat sie ungewohnt viel Freizeit. Die Spielklasse hieß nach dem freiwilligen Rückzug aus der Liga nun erstmals 3. Liga, Team und Trainerinnenduo bleiben komplett zusammen. Das sagt Schüllenbach über .

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. . . die Entscheidung, freiwillig in die 3. Liga gegangen zu sein: Das war genau die richtige Entscheidung.

Man hat in der 2. Bundesliga gesehen, wie schwer es war auch für deutlich ambitioniertere Vereine als die PSV Recklinghausen war, es sportlich zu schaffen. Wir haben den Anfang genutzt und haben die Hinrunde benötigt, um die Mannschaft zu formen. Mit Lauf der Saison ist es immer besser geworden. Zwar gab es noch Aussetzer wie die Niederlage gegen den Letzten, aber auch Highlights wie die Siege gegen die Topteams aus Thüringen und Gräfrath.. . . die neue eingleisige 2. Bundesliga: Ich bin da Realist. Das wird nicht einfach für die Teams, die das wagen. Da wird es Fahrten geben von Harrislee bis zum Bodensee. Das sind heftige Distanzen. Da geht es dann für die Vereine nicht mehr darum, ob sie die Sponsoren halten können, sondern ob sie die Spielerinnen halten können, die diese Fahrten auf sich nehmen. Im Dezember wird man sehen, ob das klappt. Ich glaube, dass die Praxis zeigen wird, dass die Eingleisigkeit bei Frauenteams schwer zu machen ist. Es ist allerdings auch schwer, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen.

. . . den Weg der PSV Recklinghausen: Wir sind in der 3. Liga DHB, der neuen Regionalliga gut aufgehoben. Für unsere Mannschaft, in der die jüngste Spielerin gerade 18 und die älteste Spielerin bereits 40 Jahre alt ist, passt das ganz gut. Auch vom sportlichen Niveau. Wir können in den nächsten ein, zwei Jahren eine gute Mannschaft formen. Dadurch, dass der DHB die Statuten vorgibt, ist deutlich mehr Professionalität eingekehrt.

. . . den Abstieg der zweiten Mannschaft: Wir haben es nie geschafft, den Abstand zwischen erster und zweiter Mannschaft entscheidend zu verringern. Sandra Mroz und Frauke Korfsmeier, die Trainerinnen der ersten Mannschaft, haben den Nachwuchs zwar im Blick, aber der ist, dass ist im Frauenhandball allerdings ein grundsätzliches Problem, nicht in so großer Zahl vorhanden. Wir haben in der Landes- oder Bezirksliga nicht die Möglichkeit, Geld zu zahlen. Gut ist, dass Thomas Brannekämper Trainer bleibt. Für das Team ist der sofortige Wiederaufstieg das Ziel.

. . . neue Spielerinnen für die erste Mannschaft: Ein, zwei neue Spielerinnen könnten wir gebrauchen. Wir suchen für den Rückraum und den Kreis. Auf den Außenpositionen sind wir gut besetzt, auch wenn Vanessa Vollmann voraussichtlich noch weniger Zeit haben wird.

. . . die Verlängerung ihres eigenen Vertrages: Wenn ich aufhöre, kündige ich das rechtzeitig an. Für mich ist es deutlich einfacher geworden. Mroz, Korfsmeier und vor allem auch Wiebke Kopper nehmen mir viel Arbeit ab. Jetzt wäre eigentlich die Zeit, um Vertragsgespräche zu führen. Das muss ich jetzt gar nicht machen. Ich habe ganz ungewohnt viel Freizeit.

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