Schwere Kost

altMareike Schüllenbach hat mit den Handballerinnen der PSV Recklinghausen schon so ziemlich alles erlebt. Aufstieg in die 2. Bundesliga, Abstiege. Vor einem Jahr moderierte die Managerin auch den freiwilligen Rückzug aus der 2. Bundesliga. Sie weiß, wann sie helfen muss. In dieser Saison wird sie noch des öfteren als Motivatorin gefragt sein. Nachdem feststeht, dass mit Christina Weber (Kreuzbandriss, am Freitag operiert) und Stefanie Willebrand (Schwangerschaft) zwei Leistungsträgerinnen vielleicht für die komplette Spielzeit nicht zur Verfügung stehen werden, ist allen Beteiligten klar, dass er schwer wird. Wie schwer die Kost sein wird, zeigte das 21:28 (6:15) gegen den 1. Köln.

Am Ende war das Ergebnis knapper, als es das Spiel hergab. Zwar profitierten die Kölnerinnen gerade im ersten Abschnitt von zu schnellen Abschlüssen der PSV-Frauen, machten leichte Tore. Im Gefühl eines wohl sicheren Sieges verloren sie im zweiten Abschnitt bei neun Toren Vorsprung etwas die Konzentration. Fünf Mal scheiterten sie bei Gegenstößen an Iris Schultz.

Die PSV-Torfrau war eine der wenigen ihres Teams, die in diesem Spiel auf mehr als Drittliga-Niveau agierte. Anne Saxe ragte als beste Torschützin heraus. Dass sie ansonsten für ihre elf Tore drei Spiele benötigt zeigt, wie sehr Weber und Willebrand fehlen und wie stark Saxe in der Verantwortung steht. Saxe, Weber, Willebrand trugen in den vergangenen Jahren das PSV-Spiel. Das Trio ist gesprengt, Saxes neue Mitspielerinnen nicht so weit, dass man schon von Automastismen sprechen könnte. Vieles war und blieb gegen Köln Stückwerk.

Es gab aber auch Aktionen die Hoffnung machen, dass das sich das junge Team in einem erträglichen Zeitrahmen finden und deutlich verbessert zeigen wird. Kreisläuferin Shari Toms hatte oft Pech mit Pfostenwürfen, Linkshänderin Maria Stanclik hat auch schon deutlich besser getroffen. Zudem kehren demnächst mit Amina Niang und Antje Beikirch zwei Spielerinnen ins Team zurück – und nicht jeder Gegner ist so stark wie Köln.

Recklinghausen: Schultz, Bansberg, Steinhaus - Saxe (11/1), Wellsow (2), Stanclik (1), Brühan, Faeseke (2), Thoms (3), Imping (3)

Köln: Schwalen, Knipprath - Salz (9), Flohr (2), Ende (3), Pauli, Jux (2/1), Hermens, Goblet (1), Schönefeldt (6), Schrievers (5)

Schiedsrichter: Huckenbeck/König (Radevormwald)

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