PSV überrascht abgezockt

altWenn Totgesagte länger leben, wie es heißt, dann hat die PSV Recklinghausen am Samstag ein Lebenszeichen gesetzt, das in der jüngeren Vergangenheit wohl keinen passenden Vergleich findet. Mit 33:32 (18:20) hat der heimische Drittligist nicht nur im sechsten Anlauf endlich den ersten Sieg eingefahren, er hat – quasi so ganz nebenbei – auch noch Tabellenführer TV Beyeröhde vom Thron gestoßen. Und das in einem Spiel, das nicht nur beim Trainerinnengespann Frauke Korfsmeier/Sandra Mroz für Adrenalinschübe im Minutentakt gesorgt hatte.


"Wir haben das Spiel gewonnen mit einer Portion Abgewichstheit, die ich unseren Mädels nach den letzten Spielen nicht zugetraut hätte", analysierte Frauke Korfsmeier. Die PSV hatte in Beyeröhde dabei zwar nicht alles, aber eben vieles richtig gemacht.

Sich etwa nie abschütteln lassen, den schnellen 0:3-Rückstand nicht nur wett gemacht (7:5), sondern selbst Akzente gesetzt. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand (18:20) ging es folglich in die Kabine, was die Trainerinnen bereits als Erfolg verbuchten.

"Dann haben wir das Spiel im Kopf wieder auf 0:0 gedreht und irgendwie lief es dann", berichtet Korfsmeier. Ein Schlüssel zum Sieg: die kurze Deckung für Beyeröhdes Torgarantin Marieke Köhler, die bei Alexandra Wolf fortan bestens aufgehoben war. Der zweite: die PSV suchte konsequent in Eins-zu-Eins-Situationen die Zweikämpfe, kam so entweder zum Abschluss oder bekam etliche Strafwürfe zugesprochen. Grund Nummer drei: die bereits angesprochene Abgezocktheit.

Nach einem Spiel, das nur noch hin und her gegangen war (über ein 23:27 ging es über ein 32:30 zum 32:32), kam die PSV 60 Sekunden vor Ende in Ballbesitz. Routiniert spielte sie die Zeit herunter, das Trainerinnenteam nahm noch eine Auszeit, ehe kurz vor Schluss Juliane Faeseke einfach abzog und traf!

Der letzte Angriff gehörte zwar Beyeröhde, doch die PSV warf sich in den Ball. Der landete bei Sandra Wellsow und die machte das einzig richtige – sie hielt den Ball einfach fest bis zur Schlusssirene. Das Urteil der Trainerinnen war danach so kurz wie treffend: "Chapeau!"

PSV Recklinghausen: Steinhaus, Schultz (n.e.), Bansberg (n.e.) – Saxe 4, Wellsow 3, Brühan, Vollmann, Wöstmann 9, Faeseke 5, Thoms n.e., Imping 5, Wolf 7

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