Der lange Weg zurück durch den „Wir wollen-zurück-aufs-Handballfeld“-Dschungel

Es gibt Zeiten im Sportlerleben, da ist der Weg zum Ziel lang, manchmal sogar sehr lang.

Zurzeit befinden sich einige unserer Spielerinnen auf dieser Reise durch den „Wir-wollen-zurück-aufs-Handballfeld“-Dschungel. Das ist auch eine Herausforderung für uns Trainerinnen – wobei es ein Vorteil ist, dass wir zu zweit sind, Frauke Korfsmeier und ich.

Wie wir die Mädels auf Ihrem Weg begleiten, aufmuntern oder auch manchmal bändigen müssen, wollen wir dieses Mal kurz beschreiben.

Seit längerer Zeit verletzt sind: Christina Weber mit Kreuzbandriss, Antje Beikirch mit einem Bandscheibenvorfall und Amina Niang mit einem Muskelfaserriss. Dass der ein oder andere wegen einer Grippe, Magen-Darm-Grippe oder Erkältungen ausfällt, läuft bei uns unter: Der ganz normale Wahnsinn.

Christina Weber befindet sich im aktuell im Anschlusstraining – eigentlich eher Geh- oder Lauftraining. Bei ihr schauen wir zusammen mit unserer Physiotherapeutin Wiebke Kopper: Ist sie lauf- oder gehfähig oder steht die Schulung der Beweglichkeit an erster Stelle?

Antje Beikirch befindet sich im muskulären Aufbau- und Krafttraining, neben der wöchentlichen Physiotherapie steht auch das Training in der Muckibude an. Mit ihr können wir in der Halle schon schnelle Bewegungen und auch handballspezifische Wurfbewegungen üben.

Bei Amina Niang ist es wieder anders. So eine Muskelverletzung in der Wade ist tückisch – Du brauchst sie immer. Sensibilität ist gefragt, wenn man den richtigen Belastungsgrad finden will. Hier muss die Spielerin auf ihr Körpergefühl vertrauen und die richtigen Rückmeldungen geben. Amina hatten wir schon einmal so weit, dass sie fit war, und dann hat sie sich beim Training doch wieder an der Wade verletzt.

Manchmal ist das auch eine Sache von Versuch und Irrtum

Als Trainer fangen wir jedes Mal bei Null an und müssen ständig hinterfragen: Was geht und was nicht? Wie ist es denn heute? Und so nebenbei müssen wir ja auch noch 15 andere Spielerinnen bespaßen – aktuell sind es manchmal fünf oder neun. Aber das ist vielleicht nun mal so im ambitionierten Freizeitsport: Da kann es schon mal vorkommen, dass die Rekonvaleszenten zu kurz kommen, weil es eben doch ein Hobby ist und berufliche Belastungen den Heilungsprozess beeinflussen – wohl dem, der in der Mannschaft mit Lea Imping und Alexandra Wolf noch zwei Physiotherapeutinnen hat. . .

Gibt es andere Themen in der Kabine als die Verletzungen und die Krankheiten? Natürlich, aber die Frage ob Finalgon oder das IcePack hilft, ist doch schon sehr präsent.

Fürs nächste Jahr wünsche ich mir, dass wir als PSV Recklinghausen weitgehend von Verletzungen verschont bleiben und alle Spielerinnen schnellstmöglich aufs Parkett zurückkehren.

Wobei: Wenn ich Iris Schultz, unsere routinierte Torfrau, nach ihren Verletzungen frage, dann reicht der Platz an dieser Stelle gar nicht aus, um die alle aufzulisten.

Noch gar nicht erwähnt habe ich Anne Saxe. Die hat einen Bänderriss im Fuß. Heutzutage unter Handballern ist das aber eher wie ein Schnupfen, also der ganz normale Wahnsinn.

Sandra Mroz

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