Happy-End nach Seuchen-Saison

Es ist geschafft. Die Handballerinnen der PSV Recklinghausen haben am letzten Spieltag der 3. Liga den direkten Klassenerhalt erreicht. Gegen den TV Verl, vor der Partie nur einen Zähler hinter der Mannschaft des Trainergespanns Sandra Mroz/Frauke Korfsmeier auf dem vorletzten Platz liegend, setzten sich die Recklinghäuserinnen souverän mit 37:26 (18:12) durch. Damit beendet das Team die Saison als Drittletzter, punktgleich mit Dortmund.

 

Es war ein durch und durch versöhnlicher Abschluss für eine Spielzeit, die nicht erst von Hallensprecher Lutz-Michael Cebulla bei der Ankündigung der letzten drei Minuten als „Seuchen-Saison“ bezeichnet wurde. Verletzungen warfen die PSV im Prinzip über die gesamte Saison hinweg immer wieder zurück. Doch dass nicht zuletzt auch solche Unwägbarkeiten eine Gruppe zusammenschweißen, war nach der Begegnung zu erkennen. Anne Saxe ergriff das Wort und bedankte sich bei ihren Mitspielerinnen, dem Trainerduo und Physiotherapeutin Wiebke Kopper, die in den vergangenen Monaten schließlich alle Hände voll zu tun hatte. Zu Korfsmeier und Mroz: „Ich hoffe, dass wir es euch nächstes Jahr leichter machen.“ Gegen Verl gab es darauf einen Vorgeschmack.

Von Beginn an machte die PSV deutlich, dass sie die Liga nicht erst über die Relegation halten wollte. Schnell spielten sich die Gastgeberinnen einen Vorsprung heraus, wobei sich vor allem Lea Imping, acht ihrer insgesamt elf Treffer erzielte sie vor der Pause, und Sandra Wellsow, die von Linksaußen für einige sehenswerte Treffer sorgte, als besonders treffsicher erwiesen. Beide Teams gingen hohes Tempo, im Fall Verls lief auch nicht mehr allzu viel zusammen, wenn sich die PSV-Deckung erst einmal formiert hatte. Dafür gelangen über die erste und zweite Welle immer wieder schnelle Tore. Die Recklinghäuserinnen waren dagegen wesentlich variabler, trafen direkt aus dem Rückraum, über Außen oder eben vom Kreis, wo Amina Niang in ihrem letzten Spiel für die PSV eine starke Leistung zeigte. Die Führung wuchs bis zum Seitenwechsel auf 18:12. Und diese sechs Treffer Unterschied hatten auch in der zweiten Hälfte lange Bestand.

Ein bisschen Aufwind bekamen die Gäste nur in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs, als sie auf 18:15 herankamen. Ein kurzer Zwischenspurt sowie eine gute Schlussphase sorgten dann aber schnell für die Vorentscheidung. Die schon früher hätte eintreffen können, doch die PSV, ein wenig Spannung musste auch am letzten Spieltag noch sein, verwarf vier Siebenmeter. Korfsmeier: „Heute waren ausnahmsweise alle mit dem Kopf und der Physis da. Vor dem Spiel waren alle angespannt.“ Es war vielleicht eine „Seuchen-Saison“, verabschiedet wurde sie aber mit Applaus.

PSV: Bansberg, Steinhaus - Saxe (1), Faeseke (3), Wöstmann (1), Wellsow (7), Imping (11/4), Wolf (2), Thoms (2), Brühan (1), Willebrand (2), Niang (7/2)

Stefan Müßner

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