PSV Damen - Das spielen üben

Bei allem sportlichen Ehrgeiz und allen Ambitionen will das Trainergespann Sandra Mroz/Frauke Korfsmeier auf eines bei ihren Drittliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen nicht verzichten. Auf einen gewissen Wohlfühlfaktor. Das Duo weiß genau, worauf die Mannschaft wie reagiert. Dementsprechend wurde auch die Vorbereitung auf die am 16. September mit der Partie gegen die HSG Menden-Lendringsen beginnende Saison ausgelegt.

Man könnte die Herangehensweise schon fast als ganzheitlich bezeichnen. Körperlich und psychisch soll das Team für die Spielzeit fit sein. „Wir gehen unseren Weg“, sagt Korfsmeier. „Die Spielerinnen sollen schließlich auch gerne wieder in die Halle kommen.“ Das gilt für die Vorbereitungsbegegnungen genauso wie für das Training. „Wir werden in der Vorbereitung nicht fünfmal in der Woche trainieren. Wenn dann die Saison losgeht, gibt es einen Substanzverlust.“ Um eine „Überanstrengung und Unmotiviertheit“ zu verhindern, bleibt das Programm über den Sommer in seiner Quantität gleich. Nur die Intensität variiert.

 

Am Samstag nimmt die PSV auch ihr Testprogramm auf. Los geht es mit einem Turnier in Everswinkel. „Wir sind jetzt schon länger in der Vorbereitung und durch Urlaube haben wir wechselnde Besetzungen. Es wird aber langsam Zeit, dass wir das Spielen üben.“ Dabei soll „die Waage gehalten werden. Wir haben nicht so viele Spiele angesetzt, damit die Mannschaft die Lust auf den Ball behält. Die kann bei zu vielen Spielen verloren gehen. Wir haben festgestellt, dass das bei uns so ist.“ Sowieso misst Korfsmeier den Tests nicht die ganz große Bedeutung bei. „Bei den Spielen sind die Ergebnisse zweitrangig. Zumal auch unsere Gegner nicht in Bestbesetzung sein werden.“

Einen Zustand, den die Recklinghäuserinnen mittlerweile bestens kennen. Dass es in der vergangenen Saison so spannend wurde, dass der Abstieg erst am letzten Spieltag endgültig verhindert wurde, lag schließlich in erster Linie an der Serie von teilweise langwierigen Verletzungen. „Wir hatten fünf Jahre lang Glück. Das hat sich in einem schlimmen Jahr egalisiert.“ Für solche Extremsituation hat sich die PSV gerüstet. Mit Kathrin Huck und Neele Gerick verpflichtet der Klub zwei Neuzugänge für wichtige Positionen. Huck spielt im linken Rückraum und Gerick ist Kreisläuferin.

Damit wurden die Personalplanungen bereits abgeschlossen. Korfsmeier: „Wir haben schon einen recht großen Kader.“ Schließlich hat die PSV noch einige Standby-Spielerinnen in der Hinterhand. Katrin Adams könnte ebenso wie Alexandra Wolf und Amina Niang einspringen. „Das haben wir ja schon in der letzten Saison gesehen. Wenn es hart auf hart kommt, können wir auf sie zurückgreifen.“

Noch keine Gedanken hat Korfsmeier dagegen an die Gegner in der Nord-Staffel der 3. Liga verschwendet. „Es ist einfach noch zu früh, um die Liga einschätzen zu können. Zumal einige neue Mannschaften und alte Bekannte dabei sind. Wie der TV Oyten, gegen den wir vor fünf Jahren oder so in der 2. Liga gespielt haben. Außerdem haben wir viele Zweitvertretungen in der Liga.“ Und bei denen wird sich voraussichtlich sehr spät entscheiden, wer letztlich zum Kader gehört. Bei der PSV hoffen sie dagegen in Zukunft auf deutlich mehr Planungssicherheit. Viel schlimmer als zuletzt hätte es auch nicht mehr werden können.

Stefan Müßner

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