Die ersten Schritte

Wenn die PSV Recklinghausen am Sonntag gegen die HSG Menden-Lendringsen in die neue Drittliga-Saison startet, kennt sich eine Mendenerin besonders gut in der Sporthalle Nord aus - Kirsten Lübbert. Die 34-Jährige spielte elf Jahre lang als Torhüterin für die PSV und war in den letzten drei Monaten ihrer Zeit in Recklinghausen auch Trainerin der Zweitvertretung. Seit der Sommerpause trainiert sie den Liga-Konkurrenten. Als ihren ersten richtigen Trainerjob sieht sie diese kurzen Monate bei der PSV aber nicht an. Auch ihre Tätigkeit als HVW-Auswahltrainerin, seit drei Jahren ist sie dabei, ist zumindest nicht „Full-Time“.

 

Ganz im Gegensatz zu ihrer Aufgabe in Menden. Ihr Vorgänger Kai Harbach, seines Zeichens früherer Trainer der PSV-Frauen, zog sich nach dem Aufstieg eben wegen dieses Aufwands in der 3. Liga zurück. „Für Kai hätte die 3. Liga zu viel Stress gebracht. Danach hat der Verein jemanden gesucht und es musste schnell gehen. Ich habe den Vorschlag gemacht, und die Mannschaft hat zugestimmt“, so Kirsten Lübbert.

Die ersten Schritte als Full-Time-Trainerin sind ihr gelungen. „Die Vorbereitung war soweit ok. Wir haben zwar nicht so oft komplett trainiert, aber das ist kein großes Problem. Die Mannschaft ist zusammengeblieben und wurde durch drei, vier Neue ergänzt“, so die 34-Jährige. „Der Aufstieg war schon ein großer Erfolg. Bei beiden Spielen, die wir verloren haben, waren wir auch noch zu dämlich und nicht die andere Mannschaft besser. Wir sind zu Recht aufgestiegen, weil wir die beste Mannschaft in der Oberliga waren.“ Natürlich möchten die Mendenerinnen die Liga halten, primär zählt für Lübbert, die früher ein Teil der Beachhandball-Nationalmannschaft war und im letzten Jahr auch noch an „ein, zwei Turnierchen teilnahm“, aber etwas anderes. „Wir haben eine ganz junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren. Wichtiger als der Klassenerhalt ist mir die Weiterentwicklung der Spielerinnen. Wenn wir gut spielen und uns weiterentwickeln, ist es am Ende nicht ganz so schlimm, wenn wir absteigen sollten.“

Das Duell mit der PSV sieht sie eher entspannt. Kontakt hat sie noch zu Iris Schulz sowie den Standby-Spielerinnen Alexandra Wolf und Katrin Hellweg. „Ich sehe die Vorteile bei der PSV. Sie haben erfahrene Spielerinnen, die haben wir nicht. Das ist ein ganz klares Plus für die PSV“, so die Diplom-Sportlehrerin. „Wir haben den Aufsteigerstatus und eigentlich nichts zu verlieren. Die PSV ist der Favorit, das Ergebnis ist aber abhängig von der Tagesform. Wir können sie schlagen, aber wir können auch genauso gut mit zehn Toren Unterschied verlieren.“

Zwischen den Pfosten wird Lübbert selbst übrigens nicht mehr stehen. „Wir haben drei gute Torhüterinnen. Da brauche ich selbst nicht mehr zu spielen. Sollte mal irgendetwas passieren, muss man mal gucken, ob ich mich auf die Bank setze.“

Stefan Müßner

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