PSV - Menden / Bleibt alles anders

Was für ein Saisonziel haben die Trainerinnen, haben die Spielerinnen für eine anstehende Saison, wenn sie zuletzt eine Spielzeit erlebt haben wie die Handballerinnen der PSV Recklinghausen in der 3. Liga 2011/2012? Dreimal die Antwort zu raten wäre schon zweimal zu viel vor dem Auftaktspiel der PSV gegen die HSG Menden-Lendringsen am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Nord).

Dauerverletzungspech und der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag, so lief die vergangene Saison auf den Punkt gebracht für die Recklinghäuser Handballerinnen. Also sagt Frauke Korfsmeier, mit Sandra Mroz bildet sie das Trainerinnenduo bei der PSV: „Ich hoffe, die nächste Spielzeit verläuft deutlich ruhiger als die vorherige.“ Am liebsten eher in der Mitte der Tabelle, um von dort aus zu schauen, was noch geht.

Anderthalb Spielzeiten haben Frauke Korfsmeier und Sandra Mroz die PSV in der 2. Liga trainiert, nun beginnt ihr drittes Jahr in der 3. Liga. Jede Saison hat so ihre Eigenheiten, die letzte aber hat sich auf ganz besondere Art unvergesslich gemacht.

 

Die neue Serie soll auf andere Weise unverwechselbar geworden sein, wenn sie beendet sein wird. Vorab allerdings ist für die PSV die neue sportliche Heimat grundlegend neu. Der bisherige West-Drittligist spielt nun in der Nord-Staffel und kennt bisher einzig Borussia Dortmund II als gegnerisches Team. Und das ist immer noch eine Unbekannte, als zweite Mannschaft eines Zweitligisten. Zweitvertretungen von Erstligisten sind in dieser Gruppe die Teams des VfL Oldenburg II, die HSG Blomberg-Lippe II und der Thüringer HC II.

„Da weißt Du nie, woran Du bist. Du kannst auf eine starke oder eine durchschnittliche Mannschaft treffen“, sagt Frauke Korfsmeier über die personellen Möglichkeiten, die sich Zweitvertretungen üblicherweise bieten. Über alle Teams in der Liga hat sich die PSV Recklinghausen natürlich informiert, „aber wir wissen noch nicht so viel“, sagt Frauke Korfsmeier, „das ist anders als in den Vorjahren.“

Anschauungsmaterial zu den einzelnen Gegnern gebe es zwar im Videoportal. „Aber auf Video sieht es anders aus als im richtigen Leben“, so Frauke Korfsmeier.

Die Vorbereitung lief für die Recklinghäuserinnen ganz ordentlich, bei den Turnieren und in einzelnen Freundschaftsspielen.

Die Sorgen, was Ausfälle angeht, haben noch nicht den Umfang der Vorsaison erreicht. Allerdings muss sich die lange verletzte Christina Weber noch weiter ranarbeiten, und Juliane Faeseke hat noch Probleme mit dem Knie. Zuletzt hatten manche Spielerinnen außerdem die Grippe. Frauke Korfsmeier: „Die letzten zwei Trainingswochen waren nicht so prickelnd.“

Beim Aufsteiger HSG Menden-Lendringsen ist den PSV-Frauen die Trainerin Kirsten Lübbert bestens bekannt. Ansonsten gilt der Klub als Verein mit einer guten Jugendarbeit und hat für die neue Saison, unter anderem, für die Außenpositionen die Schwestern Carina und Jana Püntmann aus der A-Jugend von Borussia Dortmund geholt - weshalb die Recklinghäuserinnen auch auf schnelle Konter der Gäste achten müssen.

Recklinghausen hat auch Routine entgegenzusetzen, vor allem mit Iris Schultz, Sandra Wellsow und Anne Saxe. Bei ihrem Team sieht Frauke Korfsmeier eine „gute Mischung“, und zitiert Otto Rehhagel, Routinier der Trainer-Zunft, wonach es keine alten und jungen, sondern nur gute und schlechte Spieler gibt.

Sonntag ab 16 Uhr zählt für die PSV-Mischung kein Video-Studium mehr. Dann beginnt das richtige Handball-Leben.

Stephan Falk

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