Shari Thoms fit fürs Spiel gegen Oldenburg

PSV Recklinghausen - VfL Oldenburg II; So., 16 Uhr – Halle Nord

Dass eine Kreisläuferin im Handball stets viel einstecken muss, ist bekannt. Aber dass sie sich eine echte Backpfeife fängt, wie Shari Thoms am vergangenen Samstag beim Auswärtsspiel der PSV in Rohrsen, das kommt in der Tat nicht alle Tage vor.

„Eine gewisse Härte ist okay, aber es sollte doch immer fair bleiben“, meint die Kreisläuferin. Blaue Flecken und Abschürfungen sind für die Kommissar-Anwärterin kein Problem, ein „Satz heißer Ohren“ dafür schon. Die gute Nachricht vor dem Wochenende ist, dass die 20-Jährige die Attacke aus Rohrsen gut überstanden hat und am Sonntag im Heimspiel gegen VfL Oldenburg II für die PSV wieder auf dem Feld stehen wird. Die Castroperin hat sich mittlerweile ihren festen Platz im Team erarbeitet.

Wobei die Kreisläuferin für sich viel mitgenommen hat aus der letzten Saison, die für den Drittligisten die wohl schwerste der jüngeren Vergangenheit war. „Am Ende war jeder froh, dass die Saison vorbei war“, blickt Shari Thoms zurück. „Obwohl das eigentlich anders sein müsste.“ Der Abstiegskampf, in den die PSV in erster Linie aufgrund des großen Verletzungspechs geschlittert war, zehrte bis zuletzt an den Nerven.

Abgehakt. „Ich bin stolz, dass wir die Klasse trotzdem gehalten haben“, sagt Shari Thoms. Für sie, sagt sie, sei es dabei nie eine Frage gewesen, ob sie bleiben wolle. „Ich fühle mich absolut wohl hier, und ich hoffe schon, noch einige Zeit hier spielen zu dürfen“, sagt sie.

Was die Verantwortlichen im Recklinghäuser Norden freuen dürfte. Der Umbruch im Team geht zwar langsam vonstatten, aber er ist eingeleitet. Noch profitieren die jungen Spielerinnen von der Klasse der Etablierten. Irgendwann aber müssen sie Verantwortung übernehmen. Shari Thoms, die kleine Kämpferin am Kreis, könnte da eine wichtige Rolle einnehmen. Dass sie ihre Ausbildung bei der Polizei unter anderem im Präsidium am Westerholter Weg („Bei der PSV bin ich als angehende Polizistin wohl richtig“) absolvieren kann, hilft der 20-Jährigen natürlich. Shari Toms: „Bei allem Spaß am Sport muss alles im Rahmen bleiben. Man muss sich auch Zeit für andere Sachen gönnen.“

Die 3. Liga ist für Thoms, die über den TuS Ickern und die Jugend von Borussia Dortmund vor eineinhalb Jahren nach Recklinghausen kam, daher die richtige Klasse. „Aber natürlich brauchen wir die Alten noch, wir Jungen profitieren schließlich von ihnen“, sagt sie. Was aber überhaupt kein Problem sei. „Die Chemie stimmt halt bei uns im Team.“ Selbst bei Niederlagen. Die jüngste bei Schlusslicht Rohrsen hatte bekannte Gründe.

„Mit zwei Spielerinnen auf der Bank hast du wenige Möglichkeiten, zumal sich einige noch mit Blessuren herum schlagen.“ Für Sonntag, wenn der Tabellendritte aus Oldenburg in der Halle Nord gastiert, hofft nicht nur die Kreisläuferin wieder auf eine vollere Bank als zuletzt. Zumal der PSV Heimspiele ohnehin immer etwas leichter fallen. „Wahrscheinlich sind wir Außenseiter, aber das ist eine Rolle, die uns liegen sollte“, meint Thoms.

Sie klingt entspannt. Auch wenn das Verletzungspech bei der PSV anhält: Von solch einer Seuchensaison wie der letzten ist der Drittligist momentan weit entfernt. Was man als Produkt eines Reifeprozesses ansehen kann, den die Jungen im Team durchmachen. Zu denen zählt Shari Thoms mit noch nicht mal 21 Jahren allemal…

PSV Recklinghausen - VfL Oldenburg II; So., 16 Uhr – Halle Nord

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