Die PSV überrascht sich selbst

Wenn ein Trainerinnen-Team nach exakt 6:08 Minuten Spielzeit eine Auszeit nimmt, dann kann im Spiel ihrer Mannschaft nicht allzu viel geklappt haben. Nur gut aus Sicht der PSV Recklinghausen, dass die Sache in den verbliebenen fast 54 Minuten am Sonntag weitaus besser laufen sollte.

Mit 37:31 (16:14) fegte der Frauenhandball-Drittligist die Zweitvertretung des VfL Oldenburg aus der Halle Nord. Es war ein Ergebnis das nicht nur Sandra Mroz, die eine Hälfte des PSV-Trainerinnen-Teams, glattweg überraschte: „Ich habe mit allem gerechnet, nur damit nicht.“

Die PSV zeigte vor 187 Zuschauern in der Halle Nord, wozu sie in der Lage ist, wenn denn mal alle Spielerinnen an Bord sind und wenn diese dann auch ihre Normalform abrufen können. Mit dem Abstiegskampf und Krampf der vergangenen Saison hatte das jedenfalls nichts mehr zu tun.

Auch wenn das Spiel beileibe nicht perfekt war – vor allem der Gegenstoß war in den ersten 30 Minuten stark verbesserungswürdig –, so machte Recklinghausen doch vieles durch Einsatz und über eine stabile Deckung wett.

Bis zur 52. Minute ließ Recklinghausen nur 22 Gegentore zu, was gegen eine Mannschaft vom Kaliber des VfL wahrlich eine beeindruckende Leistung ist. Dass das Spiel in den Schlussminuten ziemlich wild wurde, konnte das Trainerinnen-Team Frauke Korfsmeier/Sandra Mroz gut verschmerzen. Denn spätestens in der 50. Minute, als Christina Weber den Treffer zum 28:22 erzielte und Shari Thoms das 29:22 folgen ließ, war die Partie entschieden.

Was vor allem beeindruckte: Egal welche Abwehrvariante Oldenburg wählte – die Mannschaft von Trainerin Helga Lütje wechselte von einer 6:0- über eine 5:1- zu einer 4:2-Deckung –, Recklinghausen hatte immer eine Antwort. In Durchgang eins war es Christina Weber, die die Freiräume konsequent nutzte, in Durchgang zwei Anika Wöstmann und Lea Imping. Verlass war auch auf Torfrau Leoni Bansberg, die sicher eins ihrer besten Spiele im Dress der PSV machte.

In Durchgang zwei musste das PSV-Trainerinnen-Team im übrigen keine Auszeit nehmen, um die Mannschaft wach zu rütteln. Die Grüne Karte nach 6:08 Minuten wurde beim Stande von 2:6 aus Sicht der PSV gezogen.
Danach gelangen Recklinghausen stolze 35 Tore. Auch das sieht man in der Halle Nord nicht alle Tage.

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