Arbeitssieg für die PSV

So ist das nun mal: Entscheidend ist immer noch das, was am Ende herauskommt. Im Falle der PSV Recklinghausen sind dies ein 29:26 (13:15)-Sieg über den Thüringer HC II und die Gewissheit, das Sportjahr ungeachtet des letzten Auswärtsspiels in Bremen mit einem positiven Punktekonto abzuschließen.

„Was anderes interessiert mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht“, meinte Sandra Mroz, die eine Hälfte des Recklinghäuser Traininerinnengespanns und schnaufte tief durch. „Im Fußball würde man wohl von einem schmutzigen Arbeitssieg reden.“

Aber warum nur im Fußball? Es war schon handballerische Magerkost, die die PSV ihren Zuschauern im letzten Heimspiel des Jahres kredenzte. Vieles, was sonst in eigener Halle wie von selbst läuft, klappte gestern nicht. Irgendwie, und auch das ahnte Sandra Mroz, hatte Recklinghausen wenigstens das Glück, auf einen doch ziemlich limitierten Gegner zu treffen.

Denn die Zweitvertretung des Bundesligisten kam nur mit einer Rumpfmannschaft in der Halle Nord an. „Natürlich haben wir am Ende auch davon profitiert, dass der Gegner platt war“, meinte Sandra Mroz. Wenigstens die PSV hatte gestern eine volle Bank zu bieten. Aber das alleine war es nicht, was Recklinghausen den Weg zum Sieg ebnete.

Ein Weg, der lang und zäh war wie Kaugummi. Bis zur 45. Minute hatte die Heimsieben fast permanent in Rückstand gelegen (18:21), als sie spät, aber gerade noch rechtzeitig das Handballspielen wiederentdeckte.

Wobei sich Recklinghausen vor allem bei zwei Spielerinnen bedanken durfte: Jacky Brühan steuerte in dieser Phase wichtige Treffer von der Linksaußenposition bei, und hinten hielt Torfrau Iris Schultz den Laden dicht – und das im wahrsten Wortsinne.

Ob bei Tempogegenstößen oder aber bei ins Feld zurückgeprallten Bällen, eine Viertelstunde lang wollte kein Ball des THC in den Recklinghäuser Kasten, was zweifelsfrei ein Verdienst der routinierten Torsteherin war, die am Ende selbst der ansonsten treffsicheren Nadja Bolze (acht Tore) den Zahn zog. Die PSV schaffte so den Ausgleich durch Brühan (22:22; 47.) und legte die erste Führung seit etlichen Minuten durch Christina Weber hinterher.

Das sollte es gewesen sein. Dem Thüringer HC fehlten in den letzten zehn Minuten sichtlich die Mittel und am Ende auch die Kraft, um selbst noch für den Sieg in Frage zu kommen, während die PSV am guten Ende noch genügend Luft hatte, um mit den Fans die Welle zu machen.

Angesichts des Spiels wurde es aber kein Tsunami.

INFO PSV Recklinghausen: Bansberg, Schultz – Saxe (4), Huck (3), Zimmer (n.e.), Wöstmann (3), Weber (7/4), Wolf (n.e.), Niang (n.e.), Thoms (2), Imping (3), Marsula (1), Gerick (1), Brühan (4)

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