PSV verpasst die Überraschung

Am Ende gab’s den verdienten Applaus, aber leider keine Punkte: Mit 24:26 (10:12) unterlag Frauenhandball-Drittligist PSV Recklinghausen in der Halle Nord dem SV Germania Fritzlar und bot dabei dem hohen Favoriten einen beherzten Kampf auf Augenhöhe.

In der Tat hatte dieser Nachmittag alles zu bieten, was ein gutes Handballspiel auszeichnet: Zwei leidenschaftlich spielende Mannschaften, jede Menge Torszenen und ein jederzeit offenes Spiel. Dem unter anderem zwei bärenstarke Torhüterinnen, Iris Schultz auf Seiten Recklinghausens und Danja Auel im Trikot des SV Germania, ihren Stempel aufdrückten. Wie die beiden „Schnapperinnen“ etliche Großchancen zunichte machten, war bemerkenswert.

Wie die Mannschaftsleistung der PSV insgesamt. „Das war im Vergleich zu letzter Woche eine regelrechte Leistungsexplosion“, meinte Sandra Mroz, die zusammen mit Frauke Korfsmeier die Geschicke bei der PSV leitet.

Wer weiß, was noch drin gewesen wäre, hätte Recklinghausen nicht ab der 18. Minute einen schmerzhaften Ausfall zu beklagen gehabt: Anne Saxe verdrehte sich ohne Fremdeinwirkung das Knie.

„Es hat knack gemacht“, meinte Teammanagerin Mareike Schüllenbach, und auch Trainerin Sandra Mroz befürchtet, „dass es was Ernstes ist. Auch wenn die Mädels das gut gelöst haben, hat man gesehen, dass man eine Säxi nicht über ein ganzes Spiel ersetzen kann. Uns fehlen in einer solchen Partie dann die einfachen Tore“. Und die, die die PSV erzielte, waren allesamt schwer erarbeitet.

Recklinghausen konnte sich dabei auf eine gut sortierte Abwehr verlassen und legte sofort ein 2:0 vor. Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe der Favorit aus Hessen erstmals in Führung gehen konnte (8:9). Ob die fünffache Torschützin Melina Horn oder die nach der Pause auftrumpfende Maria Pirvan: Was Fritzlar da im Rückraum aufbot, war schon erstklassig. Bei der PSV lag vieles auf den Schultern von Kathrin Huck und später auf denen von Anika Wöstmann, die auf den Halbpositionen zu überzeugen wussten.

Viel hätte nicht gefehlt und die PSV hätte auch ergebnis-technisch für eine Überraschung sorgen können: 85 Sekunden vor der Schlusssirene gelang Christina Weber der Ausgleich zum 24:24. Zwar ging Fritzlar umgehend wieder in Führung, doch der vorletzte Angriff gehörte der PSV.

Leider schloss sie ihn etwas zu schnell ab, sodass Fritzlar kurz vor Ende noch der Treffer zum 24:26 gelang. Mehr als den verdienten Applaus des Publikums gab es danach nicht zu ernten für die PSV.

Statistik: PSV Recklinghausen: Schultz, Bansberg – Saxe (1), Huck (4), Zimmer (1), Wöstmann (5), Weber (4), Wolf (1), Niang (2), Thoms (2), Imping (4/4), Gerick, Brühan

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