Saxes Aus als Super-Gau

Noch ist es nur eine Vermutung, aber selbst die Diagnose „Verdacht auf Kreuzbandriss“ ist ein heftiger Schlag ins Kontor für Frauenhandball-Drittligist PSV Recklinghausen.

Der muss für den Rest der Saison auf Kapitänin Anne Saxe verzichten, die sich am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Fritzlar eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, die – sollten sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigen – Saxe wohl für Monate auf Eis legen wird.

„Es ist der Super-Gau“, meint Sandra Mroz, die als Trainerin zusammen mit Frauke Korfsmeier in der Halle Nord verantwortlich zeichnet. „Säxi ist nicht ohne Grund unsere Kapitänin. Nach menschlichem Ermessen ist sie aus der Mannschaft nicht wegzudenken.“

Zwar hatte die PSV auch am vergangenen Sonntag, als sie mehr als 40 Minuten ohne ihre Rückraumschützin agieren musste, eine gute, engagierte Leistung gegen das Spitzenteam aus Fritzlar gezeigt. Doch auch in dieser Partie fehlte mindestens eine Aktion, für die Anne Saxe gut ist: Ein herausragendes Eins-gegen-eins-Spiel. Waren allerdings Punkte gegen Fritzlar nicht unbedingt einkalkuliert, sollten diese nach Möglichkeit in den kommenden Wochen eingefahren werden, wenn Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe anstehen.

Wie am Sonntag, wenn die PSV bei der HSG Osterode/Harz gastiert, die als Tabellenelfter gerade noch über dem imaginären Strich rangiert, der die Abstiegszone vom unteren Mittelfeld trennt.

„Gut, dass wir schon 14 Punkte haben“, meint Sandra Mroz. Doch die Sicherheit, in die sich die PSV recht lange wägen durfte, ist nunmehr ein für allemal vorbei. „Auch diese 14 Punkte werden am Ende nicht reichen“, ist sich die Trainerin sicher.

Rechtzeitig zum Start in die Rückserie ist es im Tabellenkeller wieder enger geworden. Selbst Schlusslicht Rohrsen darf nach dem jüngsten Sieg über Menden-Lendringsen wieder auf den Klassenerhalt hoffen. „Das wird noch ein Hauen und Stechen geben“, fürchtet die PSV-Trainerin.

Eins mit ungleichen Waffen: Denn im Tabellenkeller stecken auch noch die Zweitvertretungen aus Dortmund und vom Thüringer HC, die im Endspurt personell stets nachlegen können.

Umso wichtiger ist es, vielleicht schon am Sonntag die Kurve zu kriegen. Vielleicht taugt ja der Gedanke ans Hinspiel gegen Osterode-Harz als Motivationshilfe: Dort gab es einen ungefährdeten 34:27-Sieg für die PSV. Siebenfache Torschützin im letzten September: Anne Saxe…

INFO HSG Osterode/Harz - PSV Recklinghausen; So., 16 Uhr – Halle Dorfgemeinschaftsanlage Hattorf

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